Bei der Prozessführung des Lichtbogenofens (LBO) steht die Optimierung des Zusammenspiels zwischen elektrischem und chemischem Energieeintrag im Vordergrund. Bis zu 30 % des gesamten Energieeintrags gehen im Abgasstrom verloren. Dieser Energieverlust lässt sich zum großen Teil durch die unvollständige Verbrennung von Kohlenstoff erklären. Die stark exotherme Nachverbrennung von CO zu CO2 beinhaltet ein erhebliches Energiepotenzial, das für den Einschmelzprozess genutzt werden kann, wenn die Reaktion im Ofenraum stattfindet. Dabei ist es für eine hohe energetische Effizienz dieser chemischen Energiezufuhr zielführend, den Eintrag von Nachverbrennungssauerstoff auf Basis einer kontinuierlichen Abgasanalyse zu regeln.