Handelsstreit mit Marokko: WTO entscheidet zugunsten der Türkei

Seit 2014 streiten Marokko und die Türkei über die Umsetzung des 2004 abgeschlossenen Freihandelsabkommen. Bereits 2014 kündigte Marokko Schutzmaßnahmen für die eigene Stahlindustrie an, um sich gegen eine Überflutung des eigenen Marktes durch türkische Billigstahlprodukte zu wehren. Die Türkei legte dagegen im Oktober 2016 bei der WTO Beschwerde ein und beantragte ein Streitschlichtungsverfahren. Ende Oktober 2018 entschied die WTO, dass die Antidumpingmaßnahmen Marokkos gegenüber türkischem Stahl ungerechtfertigt sind. Da sich Marokko uneinsichtig zeigte, rief die Türkei die WTO erneut an. Am 08.01.20 sprach sich die WTO abermals zugunsten der Beschwerde der Türkei gegen Antidumpingmaßnahmen Marokkos im Stahlsektor aus. Bei Missachtung drohen Marokko Strafzahlungen. (maghreb-post.de 10.01.20)

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