Bundesregierung senkt Wachstumsprognose

Die Bundesregierung geht in diesem Jahr nur noch von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 % nach zuletzt 1 % aus. Ursächlich seien unter anderem Handelskonflikte und Unsicherheiten rund um den Brexit. Für 2020 wird ein Plus von 1,5 % erwartet. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bekräftigte bei der Vorstellung der sogenannten Frühjahrsprojektion die Forderung, die Wettbewerbsbedingungen und steuerlichen Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen zu verbessern. (PM BMWi und de.reuters.com 17.04.19, FAZ, Handelsblatt und Börsen-Zeitung 18.04.19)

EU droht den USA mit Vergeltungszöllen

Die EU stellt weitere Gegenzölle auf Importe aus den USA wie Traktoren, Hubschrauber, Kaffee und Unterhaltungselektronik in Aussicht. Die Zölle sollen Wettbewerbsnachteile durch illegale Subventionen für den US-Flugzeugbauer Boeing ausgleichen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit Zöllen auf EU-Produkte gedroht. Er wirft der EU illegale Beihilfen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus vor. (de.reuters.com 17.04.19, WELT, Börsen-Zeitung und SZ 18.04.19)

Energiewende: Merkel warnt vor Risiken einer gesellschaftlichen Spaltung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor gesellschaftlichen Risiken einer veränderten Energieversorgung gewarnt. Anlässlich der Eröffnung des Windparks Arkona, des bislang größten Offshore-Parks in der Ostsee, forderte sie, die wirtschaftliche Bedeutung und klimapolitische Notwendigkeit der erneuerbaren Energien mit Wohlstand und Arbeitsplätzen zu verbinden, um eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern. (FAZ 17.04.19)

worldsteel rechnet mit wachsender Stahlnachfrage

Der Weltstahlverband worldsteel geht für 2019 und 2020 von einer moderat steigenden weltweiten Stahlnachfrage aus. So prognostiziert der am Dienstag veröffentlichte Short Range Outlook (SRO) für das Jahr 2019 eine Nachfrage von 1.735 Mio. t, was einem Anstieg um 1,3% gegenüber 2018 entspricht. 2020 wird die Nachfrage voraussichtlich um 1,0% auf 1.752 Mio. t steigen. (PM worldsteel 16.04.19)

EU-Staaten beschließen Handelsgespräche mit den USA

Die EU-Staaten haben der EU-Kommission am gestrigen Montag ein Mandat zur Aufnahme von Verhandlungen für ein Handelsabkommen mit den USA erteilt. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström äußerte sich zuversichtlich, zu einer schnellen Einigung zu kommen, so dass die Gespräche noch bis zum Ende der aktuellen Amtszeit der Kommission am 31. Oktober abgeschlossen sein könnten. Das Mandat umfasst Verhandlungen zu Industriegütern, nicht aber – wie von den USA gewünscht – zu Agrarprodukten. (zeit.de und welt.de 15.04.19, FAZ, Handelsblatt und Börsen-Zeitung 16.04.19)

WV Stahl für Europa

Am 26. Mai 2019 findet für die Bürgerinnen und Bürger Europas die Wahl zum 9. Europäischen Parlament statt. Die Stahlindustrie in Deutschland setzt sich für ein starkes und geeintes Europa ein. Mit zahlreichen Aktivitäten macht die WV Stahl auf die Europawahl 2019 aufmerksam. Unter dem Hashtag #StahlfürEuropa veröffentlicht der Verband in den Sozialen Netzwerken Beiträge und Infografiken zu Stahl in der Europäischen Union. In einem gemeinsamen Schreiben riefen IG Metall und der Verband die Belegschaften der Stahlunternehmen dazu auf, sich an der Europawahl im Mai zu beteiligen und aktiv für die europäische Idee zu werben. (stahl-online.de April 2019)

IWF warnt vor weltweiter Wachstumsbremse

Der internationale Währungsfond (IWF) hat in seiner Frühjahrstagung vor einem weltweit verringerten Wachstum durch Handelsbarrieren, Rekordverschuldungen und politische Unsicherheiten gewarnt. Jens Waidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, stütze die Prognose des IWF. Für Deutschland geht er von einem Wachstum des Bruttoninlandsprodukts von 0,8 % aus. (Tagesspiegel 15.04.19, FAZ und Tagesspiegel 13.04.19)

Kohleländer sollen sich am Strukturumbau beteiligen

Eckpunkte des Begleitgesetzes zum Kohleausstieg sehen eine finanzielle Eigenbeteiligung der Bundesländer von 10 % vor. Von den insgesamt 40 Milliarden Euro für die nächsten 20 Jahre sind 14 Milliarden Euro als direkte Finanzhilfen für die Länder vorgesehen. (FAZ und faz.net 13.04.19)

EU-Länder ebnen Weg für Gespräche mit den USA

Die Botschafter der EU-Mitgliedstaaten haben sich auf ein Mandat für Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und den USA verständigt, das am Montag bei einem Treffen der Agrarminister offiziell beschlossen werden soll. Da Frankreich und Belgien bisher gegen ein Verhandlungsmandat waren, soll nun mehrheitlich darüber entschieden werden. Die EU-Kommission will ein Mandat für die Reduzierung der Zölle auf Industriegüter und eins zur Vereinfachung von Produktstandards. (zdf.de 11.04.19, FAZ und Börsen-Zeitung 12.04.19)

US-Handelsgespräche mit Japan und China

Am 15. und 16.04. sollen in Washington Handelsgespräche zwischen den USA und Japan beginnen. Ende des Monats sei dann ein Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe geplant. Die Verhandlungen im Handelsstreit zwischen den USA und China seien unterdessen weiter vorangekommen. Beide Länder hätten einen „Umsetzungsmechanismus“ vereinbart, der bei Abschluss eines Abkommens greifen soll. Dazu würden die USA und China jeweils Büros einrichten, die sich mit den laufenden Angelegenheiten beschäftigen sollen. Weitaus gravierendere Folgen als der derzeitige Handelskonflikt zwischen China und den USA könnte die Verhängung von Importzöllen auf Autos für den Welthandel haben, so die IWF-Chefökonomin Gita Gopinath. Denn dadurch könnten größere Teile der weltweiten Lieferketten getroffen werden. (de.reuters.com, de.reuters.com und Börsen-Zeitung 12.04.19)