Möglichkeiten der CO2-Minderung in der Stahlindustrie

Viele Stahlunternehmen in Europa arbeiten seit Jahren an Prozesswegen, bei denen deutlich weniger CO2 entsteht, so Dr. Hans Bodo Lüngen, Leiter Technik im Düsseldorfer Stahlinstitut VDEh. Bei der Methode „Smart Carbon Usage“ werde Kohlenstoff für die Primärstahlerzeugung in Verbindung mit der chemischen Nutzung oder der unterirdischen Speicherung des entstehenden CO2 weiter genutzt. Oder man reduziere die Eisenerze nicht mehr mit Koks bzw. Kohlenstoff, sondern mit Wasserstoff („Carbon Direct Avoidance“). Die Umstellung auf Wasserstoff in der europäischen Stahlindustrie würde pro Jahr 400 Terawattstunden benötigen. In Deutschland wären es allein 130 Terawattstunden. Die Technologie zur CO2-Minderung sei im Ansatz vorhanden, so Lüngen. Die Umsetzung erfordere aber enorme technologische und wirtschaftliche Anstrengungen.
(recyclingnews.de 14.08.19)