USA/ China: Auswirkungen des Handelsstreits auf Investitionen

Der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und China schadet allen, aber einige Länder verschieben daraufhin ihre Fertigungs- und Lieferketten, was ihnen Vorteile bringt. Noch würden keine belastbaren Zahlen für die Verschiebung von Handelsströmen und die Verlagerung von Investitionen infolge des Handelsstreits existieren. Aber Unternehmen würden zunehmend erwägen, neue Investitionen nicht mehr wie bislang üblich in China, sondern an anderer Stelle in Asien zu tätigen. Durch den Handelskonflikt werde es Unternehmen in China erschwert, einen Zugang zum amerikanischen Markt zu erhalten. Südostasien, besonders Vietnam, biete eine Ausweichmöglichkeit. Asiens Wertschöpfungskette (ohne China) profitiere durch die amerikanischen Zölle, so Rob Subbaraman, Chefvolkswirt der Bank Nomura. Schon heute seien 8 % der gesamten Wirtschaftsleistung Vietnams auf die Umleitung von Einkaufsströmen infolge des Handelskonfliktes zurück zu führen. Negative Auswirkungen habe der Handelsstreit außer auf China, auf dessen Zulieferer z.B. in Südkorea und besonders auf die Handelsdrehscheiben Singapur und Hongkong. (FAZ 13.08.19)