Globale Stahlerzeuger bereiten die Karriere

Studenten können ihren internationalen Weg gehen

Theorie und Praxis gehören eng zusammen. Studenten, die den Kontakt zu Unternehmen suchen, profitieren sehr von ihren Erfahrungen vor Ort. Entscheiden sie sich zudem für global tätige Stahlerzeuger, stehen die Türen für internationale Karrieren weit offen. Dr. Juan David Puerta Velasquez hat es vor vielen Jahren ausprobiert und ist heute noch begeistert.

Der junge Mann hat sein Glück eigenen Angaben zufolge bei ArcelorMittal gefunden. Bereits seit mehr als zehn Jahren arbeitet er dort als Ingenieur. Aktuell lebt der Kolumbianer in Tokio und unterstützt die Automobilunternehmen Nissan, Mitsubishi und Mazda beim Einsatz neuer Stahlerzeugnisse. So wird es in einem Blog-Beitrag auf der Website von ArcelorMittal beschrieben. Als junger Masterstudent im Maschinenbau stellt Juan David fest, dass Universitäten ihm nicht das vermitteln, was er sich wünscht: ein hohes Verständnis für physikalische Phänomene. So konzentriert er sich zum Ende seines Studiums an der Universität Metz auf die Forschung und wird Teil eines dynamischen und enthusiastischen Teams mit einem Faible für Mechanik und Materialwissenschaften. Das dort Erreichte animiert Juan David zum Verfassen einer Doktorarbeit über die Auswirkungen von Hochgeschwindigkeitsbearbeitungen auf die Eigenschaften von Titanlegierungen.

Dr. Juan David Puerta Velasquez stammt aus Kolumbien und lebt zur Zeit in Tokyo. (Foto: Juan David Puerta Velasquez)Dr. Juan David Puerta Velasquez stammt aus Kolumbien und lebt zur Zeit in Tokyo. (Foto: Juan David Puerta Velasquez)

Enger Kontakt zwischen Industrie und Universität

Während des Schreibens kommt Juan David erstmals in den Kontakt mit ArcelorMittal. Forschungs- und Entwicklungsingenieure des Stahlerzeugers betreuen an der Universität Lothringen Master- und PhD-Projekte der Studenten und halten wissenschaftliche Vorträge. Juan David erkennt erstmals, wie interessant Forschung sein kann, wenn die Erkenntnisse in die industrielle Stahlerzeugung einfließen. Im Anschluss an die Promotion im Jahr 2007 bewirbt sich Juan David in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Stahlerzeugers in Maizières und leitet schon bald ein Projekt zur Entwicklung neuer Stahlsorten für den Automobilmarkt. Neben der reinen Forschung im Labor arbeitet der junge Entwicklungsingenieur mit Produktionswerken, Portfoliomanagern und Kundenberatern zusammen und erhält einen umfassenden Überblick über die Arbeitsmöglichkeiten in dem international tätigen Konzern.

Kontakt zu Kunden reizt

Juan David sucht anschließend die Nähe zu den Kunden. Er möchte ihre Bedürfnisse und Erwartungen erforschen, um genau die Erzeugnisse zu entwickeln, die sie sich wünschen. Außerdem möchte er den Kunden die neu entwickelten Stahlprodukte und ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten vorstellen. Der Ingenieur erinnert sich an ein lange zurückliegendes Treffen mit einem Kollegen und dessen Berichte über die Arbeit in Japan. Nach einem Urlaub im Land der aufgehenden Sonne nimmt er im Juni 2017 eine Stelle als Resident Ingenieur in Tokio an. Dort berät er Nissan, Mitsubishi und Mazda bei der Entwicklung und Herstellung von Produkten. Er möchte ihre Leistungen maximieren und Umweltauswirkungen und Produktionskosten minimieren.

Außerdem erforscht Juan David die künftigen Bedürfnisse der Kunden und identifiziert neue Trends. Der Automobilmarkt ist seiner Einschätzung zufolge sehr spannend, da er in den kommenden Jahren viele wesentliche Veränderungen erleben wird: Die steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, die Zunahme von Sicherheits- und CO2-Emissionsbeschränkungen und der starke Wettbewerb durch alternative Materialien und innovative Umformprozesse. Juan David liebt die Arbeit bei Arcelor-Mittal. Das global tätige Unternehmen biete ihm und allen Interessierten eine breite Palette von Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten in vielen Teilen der Welt.t.

Erschienen in »stahlmarkt« Ausgabe 1.2018, S. 12.

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