Innovativer Korrosionsschutz auch für extreme Umgebungen

Unkompliziert einsetz- und verarbeitbar, kostengünstig und im Co-Engineering weiter entwickelbar

Mit Magnelis® hat ArcelorMittal Europe eine metallische Beschichtung für Stahl entwickelt, die höchste Korrosionsbeständigkeit gewährleistet, sich durch beste Beständigkeit in besonders harten und rauen Umgebungen auszeichnet und zudem eine kostengünstige Alternative zur Stückverzinkung darstellt.

Magnelis wird zwar auf einer klassischen industriellen Feuerverzinkungsanlage hergestellt, aber in ein besonderes Schmelzbad getaucht: Es enthält eine spezielle metallisch-chemische Zusammensetzung aus Zink mit 3,5 % Aluminium und 3 % Magnesium. Diese 3 % Magnesium sind von entscheidender Bedeutung: Sie sind es, die laut ArcelorMittal auf der gesamten Oberfläche für eine dauerhafte und widerstandsfähige Schicht sorgen und somit einen wirksameren Korrosionsschutz bieten als Beschichtungen mit geringerem Magnesiumgehalt. Diese hohe Korrosionsbeständigkeit erlaubt zudem dünnere Metallüberzüge, also eine Reduzierung des Auflagengewichts, was letztendlich einzelne Verarbeitungsschritte vereinfacht, beispielsweise das Schweißen.

Harte Einsatztests und hohe Zertifizierungen

Die Beschichtung wird in der Feuerverzinkungsanlage kontinuierlich auf den Stahl aufgebracht und liefert dann ein von Natur aus dunkelgraues, zinkblumenfreies und gleichmäßiges Erscheinungsbild. Wahlweise ist Magnelis auch mit einer umweltfreundlichen Standard-E-Passivation (farbloser, CrVI-freier, temporärer Schutz) oder geölt erhältlich. Seit Kurzem entspricht die Beschichtung der neuen europäischen Norm EN 10346:2015.

Metallische Beschichtungen für Stahl müssen höchste Korrosionsbeständigkeit gewährleisten, sich durch beste Beständigkeit in verschiedensten Umgebungen auszeichnen und eine ostengünstige Alternative zur Stückverzinkung darstellen. (Foto: beSteel)Metallische Beschichtungen für Stahl müssen höchste Korrosionsbeständigkeit gewährleisten, sich durch beste Beständigkeit in verschiedensten Umgebungen auszeichnen und eine ostengünstige Alternative zur Stückverzinkung darstellen (Foto: beSteel).

Effizienter Kantenschutz durch Selbstregenerierung
Anders als ein galvanischer Oberflächenschutz bildet Magnelis eine sehr dichte, auf Zink basierende Schutzschicht, wenn es der Umwelt ausgesetzt ist. Diese Schicht bildet sich nach kurzer Zeit auch auf den Schnittkanten, Perforationen und Kratzern.

»Sollte sich auf diesen unbeschichteten Bereichen zunächst etwas Rotrost befunden haben, wird dieser allmählich von dem zinkbasierten Schutzfilm überwandert, der in seiner Deckschicht Magnesium enthält. Und auch auf stark umgeformten Bereichen bildet Magnelis eine dichte Schicht. Umgeformte Stähle erhalten so den gleichen Schutz wie ebene Oberflächen.«

ArcelorMittal

Der hohe Anteil an Zink in der Zusammensetzung der Metallbeschichtung erlaubt alle konventionellen Verarbeitungsmethoden wie Biegen, Tiefziehen, Profilieren, Stanzen oder Schweißen. (Foto: Jeroen op de Beeck)Der hohe Anteil an Zink in der Zusammensetzung der Metallbeschichtung erlaubt alle konventionellen Verarbeitungsmethoden wie Biegen, Tiefziehen, Profilieren, Stanzen oder Schweißen (Foto: Jeroen op de Beeck).

Erschienen in »stahlmarkt« Ausgabe 10.2017, S. 54 ff.

Unkomplizierte Verarbeitung und vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Da mit Magnelis eine widerstandsfähige, haftende Metallschicht erzeugt wird, können die so beschichteten Produkte mittels verschiedenster Technologien bearbeitet und für zahlreiche industrielle Anwendungen eingesetzt werden. Der hohe Anteil an Zink in der Zusammensetzung der Metallbeschichtung erlaubt alle konventionellen Verarbeitungsmethoden, die auch bei normalem feuerverzinktem Stahl möglich sind, so beispielsweise Biegen, Tiefziehen, Profilieren, Stanzen oder Schweißen.

Kundenorientierte Entwicklungen durch Co-Engineering
Fest steht: Magnelis bietet ein erkennbares Kostenreduzierungspotenzial, da der Einsatz die Produktlebensdauer erhöht, der Wartungsaufwand gesenkt wird und zusätzliche Lackierarbeiten nicht erforderlich sind. Bereits heute ist Magnelis daher mit einer großen Bandbreite an Stahlsorten verfügbar:

»Wir von ArcelorMittal bieten unseren Kunden einen innovativen Co-Engineering-Ansatz bei der Entwicklung von neuen Magnelis-Produkten. Zu unserem Co-Engineering-Team gehören Forscher und Techniker, die unseren Kunden dabei helfen, Magnelis bei ihren Produkten einzuführen und bestmögliche Ergebnisse zu erzielen und zugleich die Kosten zu senken. Diese Unterstützung steht in allen Phasen der Produktentwicklung zur Verfügung – vom ersten Entwurf bis hin zur Serienproduktion.«

ArcelorMittal

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