JVD-Anlage angefahren

ArcelorMittal hat eine sogenannte JVD-Anlage in Belgien in Betrieb genommen. Damit verfügt der Stahlkonzern über eine völlig neue Prozesstechnologie, von der vor allem die Autoindustrie profitieren wird.

Die Entwicklung fand im belgischen Lüttich statt. Die Finanzierung erfolgte gemeinsam mit der wallonischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Société de Gestion et de Participations (Sogepa).

63 Mill. € investierten der Stahlerzeuger und sein Partner in die Errichtung der neuen JVD-Anlage (JVD – Jet Vapor Deposition), die am 2. Februar 2017 im belgischen Werk in Kessales offiziell eingeweiht wurde. Das innovative Dampfstrahl-Abscheideverfahren ist das Ergebnis jahrelanger Forschungen der Entwickler des Stahlerzeugers.

Die innovative Anlage zur Beschichtung von Stahlbändern ist Teil eines 138 Mill. € umfassenden Investitionsprogramms, das ArcelorMittal bereits im Jahr 2014 mit der wallonischen Regierung, Sogepa und den Sozialpartnern geschlossen hatte. Die Finanzierung der nun eingeweihten Anlage übernahm ARCEO, das Gemeinschaftsunternehmen von ArcelorMittal und dem Investmentfonds Sogepa, der die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in der belgischen Region Wallonien fördert.

Die JVD-Anlage soll in erster Linie zur Herstellung von Jetgal® verwendet werden, einer von ArcelorMittal entwickelten neuen Beschichtung für die AHS-Stähle, die derzeit in der Automobilbranche Verwendung finden. Die Beschichtung ist auch für die Produktfamilie Fortiform geeignet, die ArcelorMittal in Lüttich und Gent erzeugt.

Erschienen in »stahlmarkt« Ausgabe 4.2017,S. 21

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