Plasmaschneidsystem – automatisch und hochpräzise

Von der ESAB Welding & Cutting GmbH, Karben, kommen die Plasmaschneidsysteme der iSerie für das automatische Plasmaschneiden mit höherer Produktivität und geringeren Schnittkosten. Damit lassen sich Anlagen nach Bedarf erweitern.

Automatisches Plasmaschneidsystem der iSerie, hier wird ein 100-A-Wechselrichterblock installiert; ©ESAB Welding & CuttingAutomatische Plasmaschneidsysteme der iSerie sind modular aufgebaut, sodass man die Schnittleistung schnell und einfach erhöhen kann. Hier wird ein 100-A-Wechselrichterblock installiert, um ein 400-A-System zu erstellen; ©ESAB Welding & Cutting

Der Wassernebel-Sekundärprozess (WMSä), der Stickstoff als Plasmagas und Leitungswasser zur Abschirmung nutzt, bewirkt eine hohe Schnittqualität und geringere Schnittkosten. Bei Edelstahl ist die Schnittgeschwindigkeit des WMS-Prozesses bis zu 300 % höher bei einer Kosteneinsparung von 20 % oder mehr pro Schnitt im Vergleich zu Systemen, die Argon-Wasserstoff als Plasmagas einsetzen.

Mithilfe der Technik HeavyCut zur Verbesserung von Schnittqualität und Präzision lässt die hohe Schnittqualität der iSerie die direkte Weiterleitung von Teilen vom Schneidtisch zum Schweißen und Lackieren oder zur Montage ohne aufwendige Nachbehandlungen zu. Zudem haben die Schneidstromquellen eine Bohrkapazität bis 50 mm bei 400 A bei allen Werkstoffen einschließlich Edelstahl. Die Geräte erzeugen Schnitte der ISO-Klasse 3 oder besser bei jedem Material mit Blechdicken bis 50 mm. Sie reduzieren Abschrägungen und Nachbearbeitungsbedarf deutlich.

Die iSerie reduziert die Kosten pro Schnitt zusätzlich durch die Verwendung von Verschleißteilen XTremeLife für das Schneiden mit 300 A und 400 A. Diese Verbrauchsmaterialien verwenden mehrfache Hafnium-Einsätze anstatt eines Einzeleinsatzes und haben eine zweiteilige Spitze mit geringerer Betriebstemperatur.

Die bessere Kühlung erhöht die Standzeit der Teile und die Schnittgenauigkeit über die gesamte Lebensdauer der Spitze, insbesondere beim Bohren mit höheren Stromstärken. Durch die Kombination dieser Eigenschaften können die Betriebskosten bei Baustahl um bis zu 30 % gesenkt werden, was wiederum zu geringeren Kosten pro Meter führt.

Erschienen in »stahlmarkt« Ausgabe 2.2017, ab S. 46 ff.

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