Digitalisierung aus Perspektive der rff Rohr Flansch Fitting Handels GmbH

Im Stahlmarkt-Barometer 2017 äußert sich dazu Geschäftsführer Michael Allexi

Michael Allexi, Geschäftsführer rff Rohr Flansch Fitting Handels GmbH, Foto: rff Rohr Flansch Fitting Handels GmbHMichael Allexi, Geschäftsführer, rff Rohr Flansch Fitting Handels GmbH, Foto: rff Rohr Flansch Fitting Handels GmbH

Wir haben gefragt:

Wie schätzen die Unternehmen aus der Stahlbranche die Lage ein? Dazu Michael Allexi, Geschäftsführer, rff Rohr Flansch Fitting Handels GmbH.

Es gibt keinen seriösen Grund anzunehmen, dass sich die Stahlbranche diesem allgemeinen Trend entziehen kann oder sollte. 

Wie stehen Sie zur Digitalisierung in der Stahlbranche? Chance oder Bedrohung? Wie dringlich? In welchen Bereichen?

In den meisten Lebensbereichen hat die Digitalisierung – mit zum Teil disruptiven Geschäftsmodellen – Einzug gehalten. Es gibt also keinen seriösen Grund anzunehmen, dass sich die Stahlbranche diesem allgemeinen Trend entziehen kann oder sollte. In unserem Marktsegment »Rohre und Rohrverbindungen für druckgeführte Anwendungen« ticken die Uhren allerdings noch weitgehend analog. Diese Tatsache liegt nach unserer Einschätzung darin begründet, dass die Produkte oftmals beratungsintensiv und auf den speziellen Bedarf des Kunden zugeschnitten sind. Das derzeit größte Digitalisierungspotenzial liegt in der Optimierung interner Prozesse zum Teil durch Automatisierung. Vertriebsseitig sehen wir Möglichkeiten im Bereich der Rahmenverträge und Preisvereinbarungen. In diesen Fällen werden Preise über einen definierten Zeitraum vereinbart und die Mengen von uns bevorratet und oft mit zusätzlichen Dienstleistungen und Modifikationen versehen. Über individuelle Schnittstellen oder unser Kundenportal »Mein rff« können die Artikel zeitsparend disponiert und Restmengen verwaltet werden.

Was erwarten Sie diesbezüglich für die Zukunft speziell für Ihr Unternehmen/Ihre Sparte? Wie reagieren Sie?

Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass die Digitalisierung bei der Beschaffung und dem »After-Sale-Service« weiter zunehmen wird. Dabei werden die individuellen Anforderungen der Kunden eine entscheidende Rolle spielen. Nach unseren Erkenntnissen, die wir aus den Gesprächen mit unseren  Geschäftspartnern gewinnen, sind viele mittelständische Unternehmen IT-seitig noch nicht in der Lage, eine vollständig digitalisierte Abwicklung der Geschäftsvorgänge abzubilden. Dennoch bietet das Haus rff mit seinem Onlineportal »Mein rff« bereits heute eine Vielzahl an digitalen Möglichkeiten, die von vielen Kunden genutzt werden. Wenn es um die kommenden Entwicklungen und Anforderungen in diesem Bereich geht, agieren wir auch weiterhin am Puls der Zeit. Dabei haben wir nicht nur den Absatz, sondern auch die einkaufseitige Beschaffung im Blick.

Sämtliche Leserstimmen finden Sie in »stahlmarkt« Ausgabe 12.2017, ab S. 8.

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