US-Stahlhandel zufrieden mit erstem Halbjahr 2017

Pressemeldung American Institute for International Steel AIIS

Alexandria/Virginia. Die Stahlerzeuger der USA reduzierten die Exporte im Juni 2017 im Vergleich zum Vormonat um 9,5 % auf 910.988 Nettotonnen. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ergibt sich nach Angaben des American Institute for International Steel (AIIS) allerdings ein Anstieg um 12,3 %. Die Ausfuhren in die Europäische Union fielen von Mai 2017 auf Juni 2017 um mehr als 35 % auf 26.489 Nettotonnen. Auf Jahressicht kletterten sie aber um über 21 %, berichtete der Verband für den US-Stahlhandel.

Mit 431.212 Nettotonnen landete im Berichtsmonat 25 % weniger Stahl in Kanada als im Mai 2017, aber 4,2 % mehr als im Juni 2016. Als Ausgleich steigerten die US-Erzeuger die Lieferungen nach Mexiko von Mai 2017 auf Juni 2017 um knapp 19 % auf 381.974 Nettotonnen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt sich sogar ein Wachstum von fast 21 %.

In der ersten Hälfte des Jahres 2017 stiegen die US-Exporte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 13 % auf 5,37 Mill. Nettotonnen. Nach Kanada gingen mit 2,69 Mill. Nettotonnen fast 11 % mehr. Mexiko erhielt 2,08 Mill. Nettotonnen und damit über 15 % mehr als im Vorjahr. Die Ausfuhren in die Europäische Union kletterten um fast die Hälfte auf 183.858 Nettotonnen.

Trotz des Einbruches im Juni 2017 bezeichnete der US-Stahlhandelsverband die Entwicklung im laufenden Jahr als gut.

Sollte die US-Regierung aber protektionistische Maßnahmen ergreifen, könnte dieser positive Trend wegen zu erwartender Vergeltungsmaßnahmen anderer Länder ein jähes Ende nehmen. Offenbar habe die Regierung aber die Warnungen des AIIS über die verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen von Zöllen und Einfuhrquoten erhört.

Das Handelsministerium hat den weiteren Angaben zufolge gegenwärtig keine Eile mehr mit der Veröffentlichung seiner Untersuchungen zum Abschnitt 232 des Außenhandelsgesetzes. Diese war zunächst im Juni erwartet worden. Zudem lasse sich aus Äußerungen des Präsidenten Donald Trump schließen, dass ihm die Abschirmung heimischer Stahlerzeuger von ausländischen Mitbewerbern weniger wichtig geworden sei. „Dies sind gute Nachrichten für Im- und Exporteure sowie Geschäftsleute und Verbraucher“, hieß es weiter.

www.aiis.org

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