Zink-Magnesium-Überzug für Außenhaut des BMW Mini

Als erster Autohersteller setzt BMW serienmäßig in der Außenhaut des MINI auf den Zink-Magnesium-Überzug ZM Ecoprotect aus dem Stahlbereich von thyssenkrupp.

170504426Als erster Autohersteller setzt BMW serienmäßig in der Außenhaut des Mini auf ZM EcoProtect aus dem Stahlbereich von thyssenkrupp. ©thyssenkrupp

Als Niki Lauda 1968 das erste Autorennen seiner Karriere bestreitet und gleich Zweiter wird, sitzt er noch nicht am Steuer eines Ferraris: Er fährt einen Mini. In jener Zeit liegt der Ursprung des heutigen Kultstatus des kleinen Flitzers. Seit 2001 gehört der MINI zur Markenfamilie von BMW. Und es fährt immer ein Stück thyssenkrupp mit, neuerdings Qualitätsflachstahl mit ZM-Ecoprotect-Überzug in der Außenhaut. Beim Kleinwagen-Modell „MINI Hatch“ ist es das Dach, beim „MINI Clubman“ der Kotflügel.

Mit ZM Ecoprotect hat thyssenkrupp als weltweit erster Stahlhersteller eine hochwirksame Korrosionsschutzlösung auf Zink-Magnesium-Basis zur Serienreife gebracht, die auch die hohen Oberflächenanforderungen für sichtbare Außenhautteile in der Karosserie erfüllt. Durch das deutlich erhöhte Korrosionsschutzpotenzial von Zink-Magnesium-Überzügen kann unter anderem die Auflagendicke von ZM Ecoprotect gegenüber konventionellen Verzinkungen um etwa ein Drittel reduziert werden. Das hilft der Umwelt und schont Ressourcen und Kosten, so das Unternehmen. In Summe komme pro Mittelklassefahrzeug eine Ersparnis von 2 kg Zink und mehr zusammen.

170504426Mit ZM Ecoprotect hat der Stahlhersteller von thyssenkrupp eine hochwirksame Korrosionsschutzlösung für sichtbare Außenteile in der Karosserie auf den Markt gebracht. ©thyssenkrupp

„Unsere neuen Überzüge bieten gegenüber herkömmlichen Zinküberzügen viele Vorteile für Innen- und Außenhautteile von Fahrzeugen: angefangen bei einer besseren Verarbeitung über einen besseren Korrosionsschutz bis hin zur dünneren, ressourcenschonenden Zinkschicht.“

Warum sich jetzt der bayerische Autohersteller für Zink-Magnesium anstatt konventioneller Verzinkung entschieden hat, liegt für Frank Bosch, Key Account Manager für das Geschäft mit der BMW Group, auf der Hand. Ecoprotect biete beim Dach und Kotflügel selbst bei reduzierter Auflagendicke nicht nur den gleichen Korrosionsschutz auf der Fläche, sondern schütze die hochempfindlichen Schnittkanten und steinschlaggefährdeten Bereiche noch besser. Darüber hinaus hätten BMW aber auch die besseren Verarbeitungseigenschaften überzeugt. „Im Presswerk können Kosten gespart werden“, erklärt Bosch. „Durch einen geringeren Abrieb reduziert sich der Reinigungsaufwand und die Presslaufzeiten erhöhen sich.“ Der Trend zu Zink-Magnesium-Oberflächen ist bei den Autoherstellern deutlich zu erkennen, viele prüfen derzeit die Einführung.

Erschienen in »stahlmarkt« Ausgabe 6.2017, S. 35.

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