Schäfer Container Systems kürte ältestes Edelstahl-Bierfass

Neunkirchen – Unlängst prämierte das nordrhein-westfälische Unternehmen Schäfer Container Systems das älteste Kunden-Keg, das aktuell im Umlauf ist. Im Rahmen seines 40-jährigen Bestehens sowie der Fertigung des 25-millionsten Edelstahlfasses rief der Hersteller von Behältersystemen für Getränke (Kegs) seine Kunden dazu auf, das älteste Keg einzureichen, dass sie im Tagesgeschäft noch nutzten. Zum Sieger gekürt wurde ein Keg der Brauerei Krombacher. Bei dem Edelstahlfass mit Polyurethanmantel handelt es sich um eines der ersten »Plus Keg«-Modelle aus dem Jahr 1979, einem Jahr nach der Gründung des Geschäftsbereiches der Schäfer Werke.

»Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme unserer Kunden. Insgesamt sind 43 Brauereien und Getränkehersteller unserem Aufruf gefolgt. Besonders stolz sind wir, dass vom ältesten bis zum jüngsten alle Kegs erstaunlich gut erhalten sind«, sagt Guido Klinkhammer, Bereichsleiter Vertrieb bei Schäfer Container Systems.

Mehr dazu erfahren Sie in unserer Märzausgabe auf S. 6.

Wie Industrieunternehmen Schäden meistern

Im Schadenmanagement sind gute Vorbereitung und schnelle Reaktion Erfolgsfaktoren

Von Cäsar Czeremuga, Kanzlei Wilhelm Rechtsanwälte

Düsseldorf – Großschäden durch Feuer, Überschwemmung, IT-Ausfall oder Maschinenbruch treffen Industrieunternehmen oft unvorbereitet. Für das Management zählt dann jede Minute, die Folgen jedoch sind oft noch Jahre spürbar – insbesondere, wenn auf den Schaden eine lange und existenzbedrohende Betriebsunterbrechung folgt. Es geschah mitten in der Nacht: Ein Brand legte die Produktion eines metallverarbeitenden mittelständischen Unternehmens lahm. Die massive Brandzehrung und der daraus resultierende Löschwassereinsatz der Feuerwehr zerstörten die Produktionshalle vollständig. Eine große Anzahl von Maschinen wurde stark beschädigt. Rohstoffe und Produkte waren aufgrund von Säureniederschlag durch die Rauchentwicklung korrodiert. Schnell war klar, von der Demontage über die Sanierung bis zur Wiederaufnahme der Produktion würden Monate vergehen.

Vergleichbare Großschäden treffen jedes Jahr tausende Unternehmen in Deutschland. Allein die versicherten Feuer-, Sturm- und Elementarschäden der deutschen Industrie beliefen sich 2017 auf rund 6,5 Milliarden Euro. Ein Großteil dieser Summe entfiel dabei nicht auf die eigentlichen Sachschäden, sondern auf die häufig daraus resultierenden Betriebsunterbrechungen beziehungsweise Produktionsausfälle. Bis zur vollständigen Wiederaufnahme des Betriebs nach der Zerstörung einer Produktionsanlage können viele Monate, im Einzelfall sogar Jahre, vergehen. Umsatzeinbußen im Millionenbereich sind auch im Mittelstand eher Regel als Ausnahme nach Großschäden. Verluste können über die Zeit der Betriebsunterbrechung hinauswirken, wenn in der Zwischenzeit Kunden zu anderen Lieferanten gewechselt sind. Will das Unternehmen diesem existenziellen Risiko vorbeugen, ist ein grundlegendes Risiko- und Schadenmanagement rechtzeitig vor dem »Tag X« Pflicht.

Mehr dazu erfahren Sie in unserer Januarausgabe auf S. 16.

Begrenzte Aussichten

Ein stählerner Grenzzaun und trübe Prognosen beschäftigen
US-amerikanische Stahlindustrie

New York. Zurzeit bewegen vor allem zwei Themen die US-amerikanische Stahlindustrie: zum einen Trumps Erwägung, einen gigantischen Stahlzaun anstelle der geplanten Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Zum anderen sorgt sich die Branche über die verhaltenen Zukunftsprognosen infolge der Handelspolitik des US-Präsidenten Donald Trump.

Von unserer Korrespondentin Brigitte Nacos

Eine riesiges Grenzbollwerk nach dem Vorbild der Chinesischen Mauer war das wichtigste Wahlversprechen des damaligen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Er versicherte, Mexiko werde die Kosten für diese Barriere tragen. Nachdem die mexikanischen Nachbarn Trumps Forderung erwartungsgemäß ablehnend gegenüberstanden und der US-Kongress nur einen Bruchteil der von Trump geforderten Anzahlung auf die »Befestigung der Grenze« bewilligte, besann sich der Präsident auf seine Anhänger in den einstigen Hochburgen von Eisen und Stahl – und erwägt nun, anstelle der Betonmauer einen »kunstvollen Zaun aus Stahlstäben« zu bauen.

Zaun statt Mauer, Stahl statt Beton

In seinem Twitter-Account zeigte Trump den Entwurf einer Stahlstabbarriere, die er als »effektiv und schön« beschrieb. Ingenieure schätzten, dass für den Bau des von Trump beschriebenen Stahlzauns entlang des noch nicht befestigten Teils der südlichen Grenze circa 4,6 Millionen Stahlstäbe notwendig wären. Anhand des im besagten Tweet gezeigten Zaunentwurfs errechneten sie die Höhe des Zauns sowie das Gewicht der Stäbe und schätzten dann den Preis auf umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro – wobei nicht alle erforderlichen Posten in dieser Kalkulation berücksichtigt wurden.

Mehr dazu erfahren Sie in unserer Februarausgabe auf S. 10.

Metall-Recycler: Rohstoffwende braucht mehr als Plastik-Recycling

Berlin – Die beiden führenden deutschen Metall-Recycler Scholz und TSR begrüßen die Recycling-Initiative von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, deren Fünf-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling kürzlich in Berlin vorgestellt wurde. Beide Unternehmen riefen gleichzeitig dazu auf, keine einseitige Debatte nur über Plastik zu führen. Für die Erreichung der Klima- und Umweltschutzziele sei eine umfassende Rohstoffwende mit effektivem Recycling für alle Stoffe dringend nötig.

»Die Anpassung der Ökodesign-Richtlinie und die Rezyklat-Initiative sind die richtigen Schritte hin zu einer dringend notwendigen Rohstoffwende. Damit diese gelingen kann, müssen alle Stoffströme in die Debatte mit einbezogen werden«, sagt Bernd Fleschenberg, Geschäftsführer der TSR Recycling GmbH & Co. KG, zu dem Fünf-Punkte-Plan der Bundesumweltministerin. Denn die deutsche Industrie sei zu großen Teilen von Rohstoff­importen abhängig – bei Metallen sogar zu 100 Prozent. »Allein deshalb müssen wir einmal zu uns gelangte Rohstoffe im Land halten und sie wiederverwerten«, so Fleschenberg weiter.

Scholz und TSR weisen darauf hin, dass Recycling in den vergangenen Jahrzehnten kaum effizienter geworden sei, weil immer nur über Einzelprobleme oder einzelne Stoffgruppen diskutiert worden sei. »Was fehlt, ist ein breiter branchen- und stoffübergreifender Diskurs mit der Politik über einen umfassenden Ansatz zum Recycling. Deshalb haben wir Anfang November einen Nationalen Rat Recycling und einen Think Tank als Beratergremium gefordert, um eine wirkliche Rohstoffwende einzuleiten«, betont Dr. Klaus Hauschulte, Geschäftsführer der Scholz Recycling GmbH.    


www.scholz-recycing.de und
www.tsr.eu

Mehr dazu erfahren Sie in unserer Februarausgabe auf S. 8

Neftegaz in Moskau setzt Impulse

Expertentreff der internationalen Öl- und Gasindustrie

Moskau/Düsseldorf – Vom 15. bis 18. April 2019 treffen sich in Moskau die Entscheider der russischen Öl- und Gasindustrie zur Branchenveranstaltung Neftegaz. Dort werden ihnen nach Informationen der Messe Düsseldorf rund 600 internationale Aussteller aus den Bereichen Förderung und Verarbeitung von Öl- und Gasvorkommen, LNG, Transport und Lagerung von Öl- und Gas, Maschinen und Anlagen für die petrochemische Industrie, Messtechnik, Kontrolleinrichtungen, Sicherheitssysteme, Umweltüberwachung und Arbeitssicherheit ihre technologischen Innovationen vorstellen.

Mehr dazu erfahren Sie in unserer Januarausgabe auf S. 13

Gute Baukonjunktur setzt sich fort

Anziehende Rohstoffpreise und Lieferengpässe bilden ein zunehmendes Risiko

Berlin – Über zu wenig Arbeit kann sich die Bauindustrie wahrlich nicht beklagen: Auftragseingänge und Umsätze haben auch im Herbst zugelegt. Allerdings bereiten steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie Lieferengpässe und hohe Transportkosten der Branche Stirnrunzeln.

Arbeiten unter Hochdruck: Die Bauunternehmen haben alle Kräfte aufgeboten, um zumindest einen Teil der hohen Auftragsbestände noch vor dem Winter abzuarbeiten. So sieht das Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Tatsächlich können sich die Ende November 2018 veröffentlichten Konjunkturindikatoren für das Bauhauptgewerbe durchaus sehen lassen: Laut der Publikation »Aktuelles Zahlenbild« des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie haben die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten für den September ein Umsatzplus von nominal 9,5 Prozent gemeldet. Dabei habe ihnen ein Arbeitstag weniger zur Verfügung gestanden als im vergangenen Jahr. Im gesamten Zeitraum von Januar bis September hätten die Umsätze um 9,3 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gelegen, heißt es.

Mehr dazu erfahren Sie in unserer Januarausgabe auf S. 14.

Wenn Maschinen lernen

Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie, die in den nächsten Jahren viele Bereiche der Wirtschaft umkrempeln wird. Selbstlernende Maschinen können riesige Datenmengen verarbeiten und helfen, zu besseren Entscheidungen zu kommen. Doch Deutschland droht gegenüber den USA und China den Anschluss zu verlieren.

Von unserem Autor Stefan Weber

Albert Einstein, so wird geschätzt, besaß einen Intelligenzquotienten (IQ) von etwa 180. Der IQ von Johann Wolfgang von Goethe soll sogar 210 betragen haben. Wie mag es dann sein, wenn der digitale Mensch mittels künstlicher Intelligenz (KI) eines Tages über einen IQ von 2.000 verfügen wird, wie kühne Zukunftsforscher prognostizieren? Manche empfinden ein solches Szenario als bedrohlich. Andere sind dagegen fest davon überzeugt, dass KI nicht die Technologie ist, die aus Menschen und Maschinen Superwesen macht. Schließlich verfügen Maschinen über kein Bewusstsein. Sie können nur diejenigen Daten verarbeiten, die sie als Input bekommen. Nach Einschätzung von Experten muss niemand Sorge haben, dass Maschinen selbstständig den gesamten Prozess steuern und Entscheidungen treffen. Am Ende entscheide immer noch der Mensch, welche Schlussfolgerungen aus den Daten gezogen würden.

Mehr dazu erfahren Sie in unserer Februarausgabe auf S. 6.