ISSF: Bernardo Velázquez neuer Chairman

Das International Stainless Steel Forum (ISSF) hat auf seiner 23. Jahrestagung Bernardo Velázquez, CEO der Acerinox Gruppe, zum Chairman des Forums gewählt. (PM ISSF 23.05.19)

IfW-Studie beleuchtet Vorteile des Binnenmarktes der EU

Die Mitglieder der EU profitieren durch den Abbau von Handelskosten von hohen Einkommensgewinnen, heißt es in einer Studie des Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Durch den Binnenmarkt, die Zollfreiheit, den Euro, die Schengenzone und Handelsabkommen mit Dritten liege das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt jährlich um insgesamt ca. 940 Mrd. € höher. Deutschland profitiere durch ein Plus von jährlich gut 170 Mrd. €. Dabei habe der Binnenmarkt durch die gegenseitige Anerkennung von Normen und Standards den Mitgliedsländern der EU als Ganzes jedes Jahr zusätzlichen Wohlstand von 643 Mrd. € gebracht. Deutschland könne hier pro Jahr ein Plus von 132 Mrd. € verbuchen. (PM IfW 23.05.19 und FAZ 24.05.19)

Eckpunkte zur Strukturförderung von Kohleregionen bis 2038 beschlossen

Das Bundeskabinett hat gestern die von Bundeswirtschaftsminister Altmaier vorgelegten Eckpunkte zur Umsetzung der strukturpolitischen Vorschläge der Kohlekommission beschlossen. Damit sollen für die Menschen in den betroffenen Regionen zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen und den Revieren die Möglichkeit gegeben werden, sich zu modernen Energie- und Wirtschaftsregionen weiterzuentwickeln. Die Eckpunkte, aus denen bis zum Sommer ein Gesetzentwurf entstehen soll, sehen vor, dass der Bund bis spätestens 2038 insgesamt bis zu 40 Mrd. € in die bisherigen Braunkohlereviere investiert. 14 Mrd. € sollen als direkte Investitionshilfen an NRW (37 %), Brandenburg und Sachsen (je 25 %) sowie Sachsen-Anhalt (12 %) gehen. Außerdem werde der Bund bis zu 26 Mrd. € für konkrete eigene Projekte in den Kohleregionen investieren. Um den Strukturwandel schnell beginnen zu können, stellt der Bund im Rahmen eines Sofortprogramms für Projektvorschläge der Länder im Rahmen bestehender Bundesprogramme bis zu 240 Mio. € an zusätzlichen Mitteln zur Verfügung.
(PM BMWi 22.05.19, FAZ, SZ und RP 23.05.19)

EU gegen Handelsbeschränkungen

Bei einem Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer gestern in Paris habe Handelskommissarin Cecilia Malmström das Angebot wiederholt, über ein Zollabkommen zu sprechen, das auch Autos einschließe. Die EU sei aber nicht bereit, über die Öffnung des Agrarsektors zu reden. Handelsbeschränkungen, die US-Präsident Trump zur Reduzierung der Autoimporte aus der EU verhängen könnte, lehne die EU strikt ab. Am 27.05. werde Malmström mit den Handelsministern der EU-Staaten über das weitere Vorgehen beraten.
(HB und FAZ 23.05.19)

Energiepreise in Europa gestiegen

In der EU sind die Strom- und Gaspreise für Haushalte zwischen dem 2. Halbjahr 2017 und dem 2. Halbjahr 2018 durchschnittlich um 3,5 bzw.um 5,7 % gestiegen, so das europäische Statistikbüro Eurostat. Der Anteil der Steuern und Abgaben an den Strompreisen habe in der EU im 2. Halbjahr 2018 durchschnittlich 37 % betragen, der Anteil an den Gaspreisen 27 %. (PM Eurostat 21.05.19 und FAZ 22.05.19)

OECD: Handelskonflikte bremsen Wirtschaftswachstum

Längerfristig höhere Handelszölle zwischen den USA und China und andere eskalierende Handelskonflikte gefährden die globale Wirtschaft, so die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Sie senkte zum 2. Mal innerhalb von 7 Monaten die Wachstumsprognose für das laufende Jahr. Die Weltwirtschaft werde 2019 nur um 3,2 % zulegen. Im März hatte die OECD noch einen Anstieg von 3,3 % prognostiziert, im November 2018 3,5 %. Für 2020 erwartet die Organisation weiterhin ein Wachstum von 3,4 %. Dieses könnte aber durch weitere Handelsspannungen schwächer ausfallen. Durch die aktuelle Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und China könnte das globale Wirtschaftswachstum über 2 bis 3 Jahre um mehr als 0,6 % sinken. Die von den USA und China im letzten Jahr verhängten Zölle würden das Wachstum bereits bremsen. (PM OECD 21.05.19, FAZ und Börsen-Zeitung 22.05.19)

WTO-Abkommen zur Reduktion von Subventionen geplant

Laut Medien arbeiten die USA, die EU und Japan an einem Handelsabkommen zur Reduzierung staatlicher Industriesubventionen, um den Einfluss der chinesischen Regierung auf private Unternehmen einzudämmen. Das Thema Industriesubventionen werde auch beim Treffen der Handelsminister diese Woche in Paris auf der Agenda stehen. (Börsen-Zeitung 21.05.19)

Eindrücke vom NetzwerkForum Stahl

Am 14.05.19 diskutierten beim NetzwerkForum Stahl u.a. vom Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NWR (VVWL) in Dortmund Teilnehmer aus Politik, Stahlindustrie, Stahlhandel und Stahllogistik über Herausforderungen, Perspektiven und Innovationen der Branche. Um Stahl in Deutschland weiterhin wettbewerbsfähig produzieren zu können, sei ein funktionierende Infrastruktur von herausragender Bedeutung, so Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, bei der Veranstaltung. Hier müssten jahrzehntelange Versäumnisse bei Ertüchtigung und Ausbau aufgearbeitet werden. Um die von ihr mitgetragenen Klimaziele erfüllen zu können, benötige die Stahlindustrie in Deutschland einen realistischen Zeitrahmen und entsprechende politische Rahmenbedingungen, so Dr. Martin Theuringer, Geschäftsführer WV Stahl, beim NetzwerkForum Stahl. Dazu zähle auch ein internationales Level-Playing-Field, um Carbon Leakage zu verhindern.
(PM Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW Mai 2019 und verbaende.com 20.05.19)

WV Stahl begrüßt „Masterplan Binnenschifffahrt“

Die Stahlindustrie in Deutschland begrüßt den von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vorgelegten „Masterplan Binnenschifffahrt“. Es sei ein richtiger Schritt, dass die Bundesregierung die Stärkung des Verkehrsträgers Binnenschifffahrt in den Fokus nehme, so Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der WV Stahl. Rund ein Fünftel der Transportmengen auf den Wasserstraßen in Deutschland werde für die Stahlindustrie befördert. Besonders der Rhein müsse aufgrund seiner herausragenden Bedeutung als zuverlässig nutzbare Wasserstraße gesichert werden. Dazu müsse insbesondere die geplante Abladeoptimierung an Mittel- und Niederrhein zügig umgesetzt werden. Außerdem müsse die im Masterplan angekündigte Sanierung der Wasserstraßen schnell auf den Weg gebracht werden.
(PM WV Stahl und pressebox.de 20.05.19, Platts SBB Daily Briefing und Kallanish Steel 21.05.19)

EU: Automobilmärkte im April auf Vorjahresniveau

Der europäische Pkw-Markt erreichte im April 2019 mit gut 1,3 Mio. neu zugelassenen Kraftfahrzeugen das Niveau des Vorjahres. Deutschland (-1 %) und Großbritannien (-4 %) verbuchten Rückgänge, Frankreich beendete den Monat auf Vorjahresniveau, Italien (+1%) und Spanien (+3%) erzielten ein leichtes Wachstum. In der EU wurden im bisherigen Jahresverlauf 5,5 Mio. Pkw abgesetzt.
(PM VDA 17.05.19 und Börsen-Zeitung 18.05.19)