Beschlüsse des EU-Gipfels zur Industriepolitik

Auf dem EU-Gipfel in Brüssel haben die EU- und Regierungschefs die EU-Kommission aufgefordert, bis März 2020 eine langfristige Vision für die industrielle Zukunft der Union zu erarbeiten, die alle relevanten Politikbereiche einbezieht. Außerdem soll die Kommission einen Aktionsplan zur besseren Umsetzung von Binnenmarktvorschriften entwickeln. Es sollen neue Freihandelsabkommen abgeschlossen, für faire Wettbewerbsbedingungen gekämpft und verstärkt in Forschung und Innovation investiert werden. (Börsen-Zeitung, FAZ und HB 22.03.19)

VDA-Präsident fordert mehr Engagement für Elektromobilität

Die Vorstandschefs von BMW, Daimler und Volkswagen haben sich auf eine gemeinsame Position zur E-Mobilität geeinigt. Demnach ist ein schneller Hochlauf der E-Mobilität mit Batteriefahrzeugen und Plug-in-Hybriden notwendig, um die Klimaschutz- und CO2-Reduktionsziele der EU für die Jahre 2021 und 2030 erreichen zu können, so VDA-Präsident Bernhard Mattes. Dazu müssen bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein. Wichtig sei z.B. eine rasche Ausweitung der Ladeinfrastruktur in Deutschland und der EU. Außerdem müsse die Politik E-Mobilität fördern, u.a. durch steuerliche Maßnahmen. (FAZ 22.03.19)

Studie zur Rolle von Stahl in der E-Mobilität

Das Handelsblatt Research Institute hat eine Studie veröffentlicht, die die Entwicklung der Mobilität vom Verbrennungsmotor zur E-Mobilität beleuchtet. Thematisiert werden z.B. die Anforderungen, die die E-Mobilität an die Komponenten eines Fahrzeugs sowie an das Sicherheitskonzept stellt und die Rolle des Leichtbaus. So habe sich der Trend zur maximalen Gewichtsreduktion durch Verwendung von Werkstoffen wie Aluminium oder Carbon mittlerweile wieder relativiert. Hochfeste Stähle bieten heute aus Sicht vieler Automobilproduzenten das beste Paket im Zusammenwirken von Gewichtsreduktion, Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit.
(handelsblatt.com 21.03.19)

Die USA und China waren 2018 wichtigste Handelspartner der EU

2018 waren die Vereinigten Staaten und China erneut die zwei bedeutendsten Handelspartner der EU im Warenverkehr, so Eurostat, das statistische Amt der EU. Auf die USA entfielen Ein- und Ausfuhren im Wert von 674 Mrd. € bzw. 17,1 % des gesamten Warenverkehrs der EU, auf China 605 Mrd. € bzw. 15,4 %. Deutschland war insgesamt für 17 EU-Mitgliedstaaten das wichtigste Bestimmungsland für Warenausfuhren und das bedeutendste Herkunftsland ihrer Wareneinfuhren. (PM Eurostat 20.03.19 und Börsen-Zeitung 21.03.19)

Klima-Kabinett beschlossen

Die Bundesregierung hat gestern die Einsetzung eines „Klima-Kabinetts“ unter dem offiziellen Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel beschlossen. Zur „Beauftragten Vorsitzenden“ wurde Umweltministerin Svenja Schulze ernannt. Ziel des Gremiums sei, ein oder mehrere Gesetze vorzubereiten, mit denen Deutschland seine Klimaschutzziele in der EU erreichen kann. Weitere Mitglieder des „Klima-Kabinetts“ sind Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz, Bauminister Horst Seehofer, Verkehrsminister Andreas Scheuer, Agrarministerin Julia Klöckner, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Kanzleramtschef Helge Braun sowie Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung. (FAZ, Die Welt und RP 21.03.19)

Merkel für fairen Handel

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in Ihrer Rede beim gestrigen Global Solutions Summit in Berlin wiederholt für Multilateralismus ausgesprochen. Im Hinblick auf die USA und China sei es Gebot der Stunde, diejenigen, die ökonomisch stark sind, nicht einfach zu bekämpfen, sondern „für faire reziproke Regelungen“ einzutreten. Zudem hat sie erneut die Notwendigkeit einer Reform der WTO betont.
(de.reuters.com 20.03.19)

Wachstumsprognose halbiert

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geht in seiner gestern veröffentlichen Prognoserevision von einem Wachstum von 0,8 % (nach zuletzt 1,5 %) für das laufende Jahr aus. Die Wirtschaftsweisen haben damit die aktuelle Wachstumsprognose der Bundesregierung bestätigt. Hauptgrund für das schwache Wachstum sei die deutlich schwächere Exportnachfrage auf wichtigen Absatzmärkten Deutschlands, insbesondere auch innerhalb der Euro-Zone. Als positiv wurden die stabile Binnenkonjunktur und der robuste Arbeitsmarkt bewertet.
(handelsblatt.com 19.03.19, HB und FAZ 20.03.19)

Weltweite Produktion von nichtrostendem Stahl auf 50,7 Mio. t gestiegen

Die weltweite Erzeugung von nichtrostendem Stahl hat sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 % auf 50,7 Mio. t erhöht. (PM ISSF 19.03.19)

EU fördert Innovationen mit 2 Mrd. €

Ein neuer Europäischer Innovationsrat soll Unternehmen bis 2020 mit mehr als 2 Mrd. € dabei unterstützen, ihre Innovationen schneller auf den Markt zu bringen. Ziel der Initiative, die bereits in einer Pilotphase läuft, sei eine europäische Vorreiterrolle bei Zukunftstechnologien wie künstlicher Intelligenz oder emissionsfreie Energie. Die Finanzierung soll über einen Mix aus öffentlichen Fördergeldern und Beteiligungen an den Projekten erfolgen. (finanznachrichten.de 18.03.19 und Börsen-Zeitung 19.03.19)

Neue EU-Strategie gegenüber China

Die EU plane, China beim Gipfel am 09.04. in Brüssel konkrete Zugeständnisse zur Marktöffnung abzuringen. Spätestens bis zum Gipfel im kommenden Jahr sollen Fristen festgelegt werden, um Hindernisse für den Marktzugang zügig abzubauen. Außerdem strebe die EU für 2020 einen Sondervertrag mit China für eine Zunahme der Investitionsflüsse an. Die EU-Kommission hatte in der letzten Woche einen 10-Punkte-Plan für die künftige Strategie gegenüber China vorgelegt. Neue Werkzeuge sollen es der EU ermöglichen, entschiedener auf wettbewerbsverzerrende Maßnahmen Chinas zu reagieren. Bundesaußenminister Heiko Maas forderte, die EU müsse als Gemeinschaft gegenüber China auftreten und nicht jeder einzeln. (Börsen-Zeitung und HB 19.03.19)