PSI Logistics entwickelt IT-Grundlagen für Forschungsprojekt

Für das Forschungsprojekt „LandLeuchten“ will PSI Logistics sein Transport Management System „PSItems“ um KI-basierte Funktionen für routenoptimiertes und autonomes Fahren erweitern. Quelle: Shutterstock

Für das Forschungsprojekt „Landleuchten“ soll das Unternehmen PSI Logistics die notwendigen IT-Grundlagen entwickeln. Für die Transportsteuerung wird dazu das Trasport Management System PSTtms um auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Funktionen für routenoptimiertes und autonomes Fahren erweitert.

Die zentrale Lösungskomponente des Forschungsprojekts soll die Konzeption und Umsetzung regionaler Bring- und Personen- bzw. Transportdienste mit autonomen Transportmitteln und dem koordinierenden Informationsservice (zentrale Logistik) beinhalten. Dabei kommt hardwareseitig eine Weiterentwicklung des e.GO Mover der eGo Mobile AG zum Einsatz. Die komplette Transportsteuerung wie Planung, Durchführung und Abrechnung basiert auf dem Transport Management System PSItms aus der PSI Logistics Suite. Im Forschungsprojekt soll PSItms um Basisdienste für die Prozessteuerung beim elektro-mobilen und autonomen Fahren erweitert werden.

Neben der Entwicklung eines Software-Backends für die flexible Integration neuer Dienste und eines Cloud-Servers für projektbezogene Mobilitäts-Apps steht die Erstellung eines Frameworks im Fokus. Über dieses werden Daten zusammengeführt, mit Methoden und Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) analysiert und kontinuierlich optimiert. „Der Prototyp organisiert Transportfahrzeuge routenoptimal. Die Erfahrungen sind für eine praxistaugliche autonome Fahrzeugmobilität unter logistischen Anforderungen mit dieser Komplexität von unschätzbarem Wert“, fasst Dr. Giovanni Prestifilippo, Geschäftsführer der PSI Logistics zusammen.

Weitere Projektpartner sind neben der PSI Logistics, der eGo Mobile AG und der eGo Digital GmbH, die Innoloft GmbH, die RWTH Aachen sowie der Umwelt Campus Birkenfeld. Die Förderung übernimmt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Quelle/Bearbeitung: PSI Logistics/nr

 

 

Altmaier plant Beschleunigung von Genehmigungsverfahren

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will noch vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf vorlegen, in dem Genehmigungsfristen verkürzt, Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren besser verzahnt und die Zahl der Planungsstufen reduziert werden. Naturschutzvorgaben sollen in Zukunft bundesweit einheitlich angewendet und die Zahl der Instanzen bei Verwaltungsgerichtsverfahren verkürzt werden. (Der Spiegel 22.02.20)

Expertenrat soll Einhaltung der Klimaschutzvorgaben überprüfen

Das im Dezember 2019 veröffentlichte Klimaschutzgesetz sieht die Aufstellung eines fünfköpfigen Expertengremiums vor, das von der Bundesregierung benannt werden und jährlich die vom Umweltbundesamt ermittelten Emissionsdaten prüfen und bewerten soll. Die Federführung liege beim Umweltressort. Der Rat könne zwar keine Entscheidungen treffen, habe aber die Möglichkeit, öffentlichkeitswirksam auf Zielverfehlungen hinzuweisen. (HB 25.02.20)

Carbon Disclosure Project: neue Studie zu Klimaschutzkosten

Eine aktuelle Studie der Non-Profit-Organisation Carbon Disclosure Project (CDP) hat die Klimapläne von über 882 börsennotierten Konzernen in Europa untersucht. Um die Klimaschutzziele zu erreichen haben die Unternehmen bereits 124 Mrd. €, von denen 44 Mrd. € auf deutsche Firmen entfallen, u.a. in CO2-arme Technologien investiert. Damit das Ziel der Klimaneutralität in Europa bis 2050 erreicht werde, müssten Politik und Finanzmärkte bessere Konditionen für CO2-arme Investitionen schaffen, fordert Steven Tebbe, Managing Director von CDP Europe. (HB und FAZ 25.02.20)

USA sollen eine Erhöhung der maximalen Zollsätze der WTO erwägen

Die USA sollen laut Nachrichtenagentur Bloomberg in Betracht ziehen, die innerhalb der WTO gebundenen maximalen Zollsätze (Zollplafonds), die über Jahrzehnte in vielen Verhandlungen festgelegt wurden, zu erhöhen. Sie begründen dies mit der Benachteiligung der USA durch das bestehende System. (Finanz und Wirtschaft 22.02.20)

Rohstahlproduktion in Deutschland im Januar 2020

Die Rohstahlproduktion in Deutschland verharrt auch zu Beginn des neuen Jahres auf einem niedrigen Niveau. Im Januar 2020 wurde mit 3,1 Mio. t rund 10 % weniger produziert als im Vergleich zum Vorjahresmonat. (PM WV Stahl 25.02.20)

Werkzeugmaschinenindustrie: Schwacher Auftragseingang 2019

Im vierten Quartal 2019 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent. Dabei gingen die Bestellungen aus dem Inland um 18 Prozent zurück, die Auslandsorders verloren 20 Prozent. Im gesamten vergangenen Jahr sank der Auftragseingang insgesamt um 22 Prozent. Das Inland notierte 21 Prozent im Minus, das Ausland 22 Prozent.

Laut VDW werde sich die Produktion von Werkzeugmaschinen zukünftig nur langsam erholen. Quelle: Shutterstock

Für Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenhersteller (VDW), steht fest: „Die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen verlief im vergangenen Jahr enttäuschend“. Ihm zufolge bedeute mehr als ein Fünftel Rückgang, dass die Auftragspolster der Industrie abschmelzen und die Kapazitäten nur noch zu 82 Prozent ausgelastet seien.

Daran kann auch der versöhnliche Jahresabschluss im Dezember nichts ändern, der ein Plus von zwei Prozent aufweist. „Es war vor allem der Nicht-Euroraum, der 23 Prozent zulegte“, sagt Schäfer. Die Entwicklung sei insbesondere auf das Projektgeschäft in Asien und Osteuropa zurückzuführen und noch kein Zeichen für einen Umschwung in der Entwicklung.

Insgesamt ist Schäfer besorgt, weil sich der Auftragsrückgang in fast allen Märkten gleichermaßen vollzieht. Lichtblicke seien kaum auszumachen – ein Indiz dafür, dass der Knoten aus zyklischer Nachfrageschwäche, schwelender Handelskonflikte und dem Umbau der Industrie aufgrund der Klimaziele noch nicht gelöst sei.

Für 2020 erwartet der VDW einen Produktionsrückgang von 18 Prozent. „Wir rechnen damit, dass es schnell wieder aufwärtsgeht“, so Schäfer. Vielmehr sehe die Werkzeugmaschinenindustrie erst im Verlauf des Jahres eine gewisse Bodenbildung beim Auftragseingang. Für einen Umschwung werde diese jedoch voraussichtlich nicht reichen, sodass sich die Produktion nur langsam erholen werde.

Quelle/Bearbeitung: VDW/nr

 

Deutsche Verbände verlangen Mitsprache bei Taxonomie

Die deutschen Industrieverbände BDI, DIHK und BDEW haben in einem Brief an den exekutiven Vizepräsidenten der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, eine Mitsprache bei der weiteren Ausgestaltung des EU-Klassifizierungssystems für nachhaltige Investitionen (Taxonomie) gefordert. Sie wollen bei der Besetzung künftiger Gremien angemessen vertreten sein, um die Entwicklung von technischen Screening-Kriterien zu verbessern und dazu beizutragen, nachhaltige Investitionen zuverlässig zu steuern. (Börsen-Zeitung 21.02.20)

Felbermayr zu den Risiken des Coronavirus für die Weltwirtschaft

Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, sieht die Corona-Epidemie gegenwärtig als größte Bedrohung für die globale Wirtschaft, sowohl für den Handel als auch für das Wachstum. Gerade die deutsche Wirtschaft sei international vernetzt und produziere stark in China. Es werde in den kommenden Wochen in mehreren Branchen zu Produktionseinschränkungen, vielleicht sogar zu Produktionsstopps und infolgedessen auch zu Lieferproblemen kommen. Dies sei auch in Korea, Taiwan, Japan und abgeschwächt in den USA so. Die Bedrohung durch die Epidemie treffe einerseits auf eine Weltwirtschaft, die sich am Rande einer globalen Industrierezession befinde, wobei Deutschland überdurchschnittlich belastet sei. Andererseits sei der Welthandel bereits 2019 rückläufig gewesen. (HB 21.02.20) 

Handelsstreit: Ökonomen raten der EU gegenüber den USA zu entschlossener Gegenwehr

Wenn US-Präsident Trump neue Strafzölle auf Produkte aus der EU erhebe, könnte die EU sich mit Kanada, Japan und der lateinamerikanischen Mercosur-Gemeinschaft dagegen in Stellung bringen, so Rolf Langhammer, Handelsökonom und emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre. Die EU könnte auch ihre Rolle als wichtigster Markt für US-Exporteure und US-Investoren ausspielen. Dazu könnte sie z.B. US-Digitalunternehmen besteuern oder die Zusage zum vermehrten Import von Flüssiggas aus den USA widerrufen. Jagdish Natwarlal Bhagwati, Ökonomieprofessor an der New Yorker Columbia University, rät den Europäern im Fall von US-Autozöllen, zu entschlossener Gegenwehr. Die EU sollte in diesem Fall dort massiv Gegenzölle erheben, wo es die Unterstützer Trumps besonders trifft. (WirtschaftsWoche und HB 21.02.20)