AM: neue Zulassung für COFRASTRA®-Verbunddecken

ArcelorMittal hat die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung der Cofrastra-Verbunddecken-Profile auf die Eurocode-Normung umgestellt. Damit entsprechen die Verbunddecken auf Cofrastra-Basis den Regelungen der europaweit einheitlichen Normung als auch den Anforderungen der deutschen Bauordnungen. Cofrastra-Verbunddecken sind leichte Deckensysteme, die aus Stahlprofiltafeln, Zusatzbewehrung und bauseits aufgebrachtem Ortbeton bestehen, wobei die Profile bei dieser Bauweise nacheinander als Schalung und Bewehrung dienen. Am häufigsten werden sie auf Grund ihrer einfachen und schnellen Montage eingesetzt.
(PM ArcelorMittal Deutschland 04.01.17)

KlöCo plant Investitionen in den USA

Das Stahlhandelsunternehmen Klöckner & Co (KlöCo), das an seinen 50 USA-Standorten rund 40 % seines Gesamtumsatzes erwirtschafte, wolle 2017 deutlich in seine Maschinen und Anlagen investieren. Die von der US-Notenbank angekündigten Zins-Steigerungen würden dabei keine Rolle spielen, so Klöckner-Chef Gisbert Rühl. (wsj.com 02.01.17 und Stahl Aktuell 04.01.17)

USA: Robert Lighthizer zum Handelsbeauftragten ernannt

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat den Juristen Robert Lighthizer (69) zum US-Handelsbeauftragten berufen. Lighthizer habe unter US-Präsident Ronald Reagan gut 2 Dutzend bilaterale Handelsabkommen mit ausgehandelt, insbesondere für die Stahlindustrie und die Landwirtschaft. In den vergangenen Jahrzehnten sei er als Spezialist für Außenhandelsrecht für US-Klienten in Antidumpingfällen tätig gewesen.
(Politico und welt.de 03.01.17, Börsen-Zeitung, Die Welt, HB, Stahl Aktuell und Platts SBB Daily Briefing 04.01.17)

Emissionshandel: neue Regelung würde außereuropäischen Herstellern nützen

Wenn selbst die effizientesten Anlagen der Stahlunternehmen Kostenbelastungen erleiden würden, nütze das allein außereuropäischen Herstellern mit einer wesentlich schlechteren CO2-Bilanz, so Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der WV Stahl. Das Plenum des EU-Parlaments und der Rat stünden in der Verantwortung, wenn sie nicht die industrielle Basis der EU gefährden wollten. Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hatte das Kompromisspaket zum Emissionshandel vor Weihnachten wieder aufgeschnürt und Veränderungen (u.a. die Anhebung der jährlichen Kürzung der Zertifikatemenge von 2,2 auf 2,4 %) gefordert. (HB 03.01.17)

Automobiler Leichtbau mit Stahl

Stahl kann mit neuen Fertigungsverfahren und hochfesten Legierungen, deren Partien je nach Stabilitätsanforderung ganz oder zum Teil gehärtet sind, leichter werden und dabei sogar die Festigkeit erhöhen. Die Rohkarosserie des Golf VII wiegt z.B. bei überwiegendem Einsatz von Stahl 245 kg (23 kg weniger als die des Golf VI), trotzdem ist die Fahrgastzelle sicherer. (FAZ 03.01.17)

U.S. Steel: Wiederinbetriebnahme in Keewatin

U.S. Steel werde das vor 18 Monaten stillgesetzte Werk Keetac in Keewatin (Minnesota) voraussichtlich im März 2017 wieder in Betrieb nehmen. In diesem Zusammenhang werde das Unternehmen 202 entlassene Mitarbeiter wieder einstellen. (bloomberg.com 30.12.16)

China: hochwertige Stahlqualitäten kommen aus dem Ausland

Trotz massiver Überkapazitäten in der chinesischen Stahlindustrie müssten hochwertige Stahlqualitäten nach wie vor im Ausland zugekauft werden, so Branchenexperten. Die Strategie, durch Zusammenschlüsse von Stahlunternehmen die Stahlqualität zu erhöhen und Überkapazitäten abzubauen, werde von Kritikern bezweifelt. (Stahl Aktuell 02.01.17)

Unsicherheitsfaktoren für die Stahlindustrie

Die Unsicherheiten des Jahres 2016 für die Stahlindustrie (z.B. chinesische Billigstahlimporte und eine drohende Verschärfung des Emissionsrechtehandels) bestehen in Deutschland auch 2017 fort, so Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der WV Stahl. Die zunehmenden Schwankungen auf den Rohstoffmärkten könnten die Krise sogar noch verschärfen. Im Hinblick auf die Frage nach dem wirtschaftspolitischen Kurs des künftigen US-Präsidenten Donald Trump warnt Kerkhoff, Protektionismus sei auf jeden Fall der falsche Weg. Die Stahlindustrie sei besonders an transparenten Regeln im internationalen Handelsverkehr interessiert. Sonst würden weitere Verschiebungen der weltweiten Handelsströme drohen. (WirtschaftsWoche 23.12.16 und Börsen-Zeitung 31.12.16)

Outokumpu: erfolgreiche Restrukturierung

Der finnische Edelstahlkonzern Outokumpu werde zum 1. Mal nach 7 Jahren wieder einen positiven operativen Gewinn ausweisen, so Roeland Baan, Vorstandschef des Unternehmens im Dezember in Krefeld. Die Kosten seien im Rahmen der Restrukturierung des Unternehmens nachhaltig gedrückt worden. Gespart werden solle weiterhin: jedes Jahr sollen die Kosten bei der Produktion um rund 3 % gesenkt werden. Bis 2020 will der Konzern ein bereinigtes Ebit von rund 500 Mio. € erwirtschaften. Der Edelstahlspezialist halte in Europa einen Marktanteil von gut 30 %, in Deutschland liege er bei 50 %. (HB 29.12.16)

tk: neuer Technik-Vorstand

Dr. Arnd Köfler (49) ist seit dem 01.01.17 neues Vorstands-Mitglied der thyssenkrupp Steel Europe AG. Er übernimmt als Chief Technology Officer das Ressort von Dr. Heribert Eichelkraut (Jahrgang 1956) und ist für die sogenannten „Upstream-Aktivitäten“, d.h. die Stahlerzeugung vom Roheisen über Rohstahl bis zur fertigen Bramme, verantwortlich. Dr. Köfler war im Konzern zuletzt als Leiter für die Produktion (Walzen und Veredeln) in Duisburg-Beeckerwerth tätig. Dr. Eichelkraut werde der Stahlsparte von tk weiterhin beratend zur Verfügung stehen.
(PM thyssenkrupp Steel Europe 28.12.16, rp-online.de und Platts SBB Daily Briefing 29.12.16)