Aus einem Ein-Mann-Büro in Mülheim wurde Bepro über die Jahrzehnte ein europäischer Stahlhändler mit zwei Standorten in Gelsenkirchen – kurz hinter der Kindertagesstätte. Auch wenn das Unternehmen heute vor allem internationale Märkte beliefert, bleibt es doch regional verwurzelt. In der kommenden Ausgabe 9/25 der Zeitschrift stahlmarkt erscheint ein ausführliches, vierseitiges Unternehmensporträt. Einen ersten Einblick, welche Themen im Bericht behandelt werden, können Sie jetzt schon gewinnen. Dazu finden Sie hier zusätzliche Inhalte, die exklusiv nur auf stahleisen.de stehen.
Beständigkeit in der Führung, Eigenständigkeit für die Mitarbeiter und Mut zu neuen Märkten – auf diesen drei Säulen hat Bepro seit seiner Gründung 1969 durch Peter Schorr ein stabiles Geschäftsmodell aufgebaut. Aus einem Ein-Mann-Büro ist in über fünf Jahrzehnten ein international tätiger Stahldistributeur mit rund 50 Beschäftigten geworden. Heute schlägt das Unternehmen in monatlich bis zu 17.000 Tonnen Material um, bedient von Gelsenkirchen aus und von den internationalen Standorten in Frankreich, Polen und Kroatien rund 1.400 aktive Kunden.
Neben der Regionalverbundenheit – die Peter-Schorr-Stiftung als größter Anteilseigner engagiert sich stark vor Ort – prägt vor allem die Internationalität das Bild. Zwei Drittel des Geschäfts entfallen auf Exporte – etwa für Offshore-Projekte oder großvolumige Industrieaufträge. Standardgüten sucht man im Lager vergeblich, stattdessen setzt der Stahlhändler Bepro auf höherwertige Qualitäten ab S355.
Den langfristigen Erfolg sieht Geschäftsführer Sören Filipczak in klarer Fokussierung: auf nachhaltiges Wachstum, gesunde Strukturen und Eigenständigkeit im Tagesgeschäft. Im Unternehmensporträt verrät er außerdem, welche Ansätze er in der Personalführung verfolgt und mit welchem Managementansatz er das Unternehmen zukunftsfest aufstellt.
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Über die Inhalte der Printausgabe hinaus bietet die Online-Fassung weitere Aspekte der Unternehmensstrategie. Konkret umfasst das die Produktpalette, zu der neben Stahl auch Aluminium gehört, und die strategische Herangehensweise an die Anarbeitung von Stahl. Darüber beleuchtet ein weiterer Abschnitt das bewusst partnerschaftliche Miteinander mit Geschäftspartnern – seien es Kunden, Lieferanten oder Dienstleister wie Banken oder Spediteure.
Aluminium und Anarbeitung
Neben der breiten Palette an Stählen bietet Bepro auch Aluminiumprodukte an – allerdings in einem klar abgegrenzten Rahmen. „Wir betreiben dieses Geschäft nur in einem direkten Austausch mit unseren Kunden und den Herstellern“, erklärt Geschäftsführer Sören Filipczak. Wir kümmern uns um die technischen Gespräche zwischen Kunde und Werk.“ Beim Thema Anarbeitung setzt Bepro klare Prioritäten. „Wir bieten Sägeschnitte für die gängigen Stahlbaumaterialien an – allerdings nur dort, wo wir damit auch Geld verdienen können“, schränkt Filipczak ein. Das Unternehmen verfügt über teilautomatisierte Sägekapazitäten, die auch im Nachtbetrieb automatisiert und mannlos arbeiten können.
Partnerschaften als Grundlage
Die Fairness sich selbst gegenüber, das Unternehmen und das Geschäftsmodell nicht durch Billigheimerei zu ruinieren, gilt reziprok auch gegenüber Geschäftspartnern. Für Filipczak heißt das: „In guten Partnerschaften – ob Kunden, Stahlwerke oder Banken – lässt sich auch selbst gut arbeiten. Man darf sie aber nicht nur nutzen, wenn es einem selbst hilft. Man muss auch hinschauen, wenn es dem Partner nicht gut geht, und bereit sein, Unterstützung zu leisten. Umgekehrt darf man auch selbst auf Hilfe hoffen, wenn man einmal eine Brücke braucht.“ Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit langjährigen Spediteuren. Eigene Lkw betreibt Bepro nicht – stattdessen fahren feste Partner seit Jahrzehnten für das Unternehmen, etwa auf der Strecke nach Polen. „Das ist ein kleiner Betrieb. Während der Pandemie, als kaum Fahrten möglich waren, haben wir ihn bewusst gehalten. Und als er später höhere Preise benötigte, haben wir nicht nach dem günstigsten Anbieter gesucht.“
Foto: Bepro