Massive Präsenz aus China

Die Volksrepublik China ist der weltgrößte Stahlproduzent. Auf dem Messequartett der „Bright World of Metals“ zeigt sich das auch an der Präsenz: Quer über alle vier Messen ist der ostasiatische Riese mit 584 Ausstellern Zweitplatzierter mit deutlichem Abstand vor der Nummer 3 Italien (222) und deutlich näher an der bis dato unangefochtenen Nummer 1 der Länderwertung: Deutschland (715).

Speziell auf die METEC bezogen kehrt sich das Verhältnis an der Spitze um. Da liegt China mit 179 Ausstellern auf Platz 1, gefolgt von Deutschland mit 169 Ausstellern auf Platz 2. Mit deutlichem Abstand folgen Italien (51) und Indien (43). Das Gros der chinesischen Aussteller tummelt sich in Halle 3. Wir haben uns dort umgesehen und präsentieren eine Auswahl zur ersten Orientierung. Für eine vollumfängliche Auflistung empfehlen wir den Messe-Guide, den wir sowohl im Newsletter wie auch auf dieser Seite als PDF verlinkt haben..

Zahlreiche Anbieter für Ausrüstungen

Die breiteste Auswahl an chinesischen Angeboten haben Sie als Messebesucher, wenn es um sonstige Ausrüstungen und Komponenten für Hütten- und Walzwerke geht: insgesamt 34 Aussteller buhlen um Ihre Aufmerksamkeit.

Dazu gehören u. a. Abrasivestocks.com (Halle 3 / E48), nach eigenen Angaben die weltweit erste B2B-Plattform, die auf abrasive Materialbestände ausgerichtet ist, und die Smetal Group (Halle 3 / F53), deren Produkte in die Kategorie der Wärmedämm- und feuerfesten Baustoffe fallen.

 

23 Anbieter für den Umgang mit Grundstoffen

Wenn es um Anlagen und Einrichtungen zur Herstellung und Aufbereitung von Rohstoffen bzw. Ausgangsstoffen geht, bieten sich in Halle 3 insgesamt 23 Ansprechpartner an – von denen 22 auf den Umschlag von Erzen, Koks und anderen Grundstoffen spezialisiert sind. Das sprichwörtliche „gallische Dorf“ ist Zouping Jinyu Abrasives (Halle 3 / H09-4), ein Unternehmen aus der Produktkategorie der Kohleaufbereitung.

 

Vielfalt bei der Formgebung von Stahl

Deutlich vielfältiger ist das Themenfeld bei 21 Anbietern von Anlagen und Einrichtungen zur Formgebung von Stahl. Insgesamt 13 Unterkategorien werden bedient, darunter Warmband-, Grobblech- und Kaltwalzstraßen sowie kombinierte Dünnbrammen-Gieß- und Walzanlagen, Bandbehandlungsanlagen und Ofenanlagen (je 1 Unternehmen). Auch für das Trendthema der Pulvermetallurgie als Grundlage für die additive Fertigung findet sich mit Changzhou Bruno Machinery (Halle 3 / F19-3) nur ein Anbieter. Im Vergleich dazu scheint die Kategorie der Walzen für Warmwalzwerke mit sechs Anbietern fast schon überbesetzt.

 

Auch solitäre Anbieter aus China

Nachdem wir am Donnerstag in Messe Daily schon einmal die „Exoten“ unter den Ausstellern beleuchtet hatten, d. h. insgesamt elf nationale Einzelkämpfer, greifen wir diese Sichtweise noch einmal aus einer anderen Perspektive auf: Denn auch aus China sind Aussteller vertreten, die in ihrer Produktkategorie (zumindest unter den chinesischen Ausstellern) einzigartig sind. Konkret: Wuxi Jiebo Electrical Technology (Werkstoffprüfung, Halle 3 / F19-1) und die Metallurgical Corporation of China (Halle 3 / C40), die sowohl für Beratung, Planung, Dienstleistung und Engineering sowie Datenverarbeitung, Hard- und Software gelistet ist.

 

Der Messeführer zur Metec/Gifa 2019

Vier Empfehlungen für Halle 4

Von den rund 630 Ausstellern zur METEC 2019 befinden sich etwas über 170 in Halle 4. Wer sich heute das Ziel setzt, über den Tag verteilt jeden Stand einmal zu besuchen und ein Gespräch zu führen, wird es nur zu knappen Dialogen schaffen: Rechnerisch sind nur knapp über 3 Minuten pro Messestand möglich, wenn Pausen ausfallen und die Wege nicht berechnet werden. Wir haben uns indes ab Dienstag schon umgeschaut und ein paar Aussteller ausfindig gemacht, die einen Besuch wert sind.

 

EMG: Elektromagnetische Bandstabilisierung

EMG Automation (Halle 4 / G28) ist Spezialist für intelligente und komplexe Automatisierungslösungen für die Metall-, Papier- und Kunststoffbranche sowie die Folien- und Reifenindustrie. Auf der METEC stellt das Unternehmen eines seiner Kernprodukte, die elektromagnetische Bandstabilisierung EMG eMASS als funktionalen Demonstrator vor. Das System dient der Stabilisierung von schnell laufenden ferromagnetischen Stahlbändern auf Basis von Elektromagneten. Haupteinsatzgebiet ist die Prozessoptimierung und Einsparung an der Metallbeschichtung an der Abblasdüse einer Feuerbeschichtungsanlage.

 

Tenova: Grüne und effiziente Metallproduktion

Tenova aus Italien (Halle 4 / A21) bietet Produkte, Technologien und Dienstleistungen für die Bereiche Metallerzeugung, Warmumformung, Kaltwalzen und Metallverarbeitung an. Der Stand soll ein Fenster zu einer grünen und effizienteren Art der Metallproduktion sein. Wie das Motto „The smart way to metals“ bereits erahnen lässt, liegt das Augenmerk auf einer digitalisierten Stahlproduktion. Weitere Themenschwerpunkte sind fossilfreie Stahlerzeugung durch Wasserstoff und großtechnische Metallpulverherstellung für die Additivherstellung. Zu entdecken ist beispielsweise via Augmented Reality „Pomini Digital Texturing“ (PDT), eine Texturiermaschine.

 

Pieper: Stabilität für komplexe Produktionsprozesse

Im Hochofen, bei der Feuerverzinkung und in der Kokerei können sich Glutnester zu Bränden entwickeln und Unregelmäßigkeiten der Anlage eine Kettenreaktion auslösen. Daher plant, entwickelt und installiert Pieper (Halle 4 / G33) visuelle Produktionsüberwachungen. Bei der Brandfrüherkennung und der stabilen Qualität im Produktionsprozess sind intelligente, digitale Sicherheitslösungen vor allem in Hochtemperaturumgebungen von hoher Bedeutung, um den modernen Anforderungen der Industrie 4.0 Stand zu halten.

 

BSE stellt Digitalisierungskonzept vor

Das Unternehmen BSE (Halle 4 / G18) gehört zur Badischen Gruppe und hat sich auf die Produktion und den Vertrieb von Beton- und Bewehrungsstahlprodukten spezialisiert. Auf der METEC tritt BSE unter dem Motto „Industry 4.0 is good, but don’t forget the people” auf und unterstreicht damit die für das Unternehmen entscheidende Verbindung von Mensch und Technologie. Die Anwendung des Konzepts verdeutlicht BSE nicht nur auf seinem Stand, u. a. mit einer virtuellen Stahlwerksbesichtigung, sondern auch mittels Fachvorträgen auf der begleitenden Konferenz ESTAD.

ecoMetals Trails: Innovationen zur Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit sind die drei zentralen Aspekte der diesjährigen ecoMetals-Kampagne. Auf den vier Fachmessen GIFA, METEC, THERMPROCESS und NEWCAST werden diesbezüglich aktuelle Trends und Innovationen der vielen Unternehmen thematisiert.

Verantwortung der Unternehmen

Dass die Metallbranche an vielen Stellen Optimierungsmöglichkeiten bietet, ist nicht neu. Neue Fertigungsverfahren und steigendes Umweltbewusstsein rücken das Thema Klimaschutz zunehmend in den Vordergrund der Großkonzerne. So senken mittlerweile neue elektrische Schmelzen mit aktueller Steuerungstechnik den Energieverbrauch immens. Unternehmen wie Thyssenkrupp minimieren bereits Wasserverbrauch und -verschmutzung durch lokale Kreisläufe. Entstehende Gase oder Schlacken können bei gezieltem Recycling durchaus als Rohstoff für andere Industrien und Produkte fungieren. Die Liste möglicher Optimierungen ist lang – „The Bright World of Metals“ möchte dabei auf das Potenzial ressourcenschonender Maßnahmen der vielen Unternehmen auf der Messe eingehen.

Ein fester Bestandteil der „Bright World of Metals“ und längst ein Erfolgsmodell: die ecoMetals Kampagne. (Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Innovationen kennenlernen

In der gesamten Messewoche, also seit dem 25. Juni bis einschließlich zum morgigen Samstag, finden täglich vier Führungen statt, bei denen ausgebildete Tourguides die Leitung übernehmen. So werden die Besucher im Rahmen der sogenannten „ecoMetals Trails“ gezielt zu jenen Unternehmen geleitet, die bereits innovative Maßnahmen zu den Themen Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Energieeffizienz getroffen haben.

Auf der THERMPROCESS und METEC starten die Führungen täglich um 10 und 14 Uhr. Aussteller hier sind die Unternehmen Advanced Energy Industries GmbH, Celano GmbH, Himmelwerk Hoch- und Mittelfrequenzanlagen GmbH, Otto Junker GmbH, Kueppers Solutions GmbH, Lechler GmbH, LOI Thermprocess GmbH, Tenova S.P.A, Schunk GmbH, Vulkan-Verlag GmbH und WS-Wärmeprozesstechnik GmbH.

Die Führungen zu den Unternehmen auf den Messen GIFA und NEWCAST beginnen täglich um 10.30 und 14.30 Uhr. Besucht werden die Stände von ASK Chemicals GmbH, dem Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG), Bühler AG, DIDION International Inc., Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Hüttenes-Albertus, Oskar Frech GmbH + Co. KG, KMA Umwelttechnik GmbH, Norican Group ApS, Vesuvius GmbH, Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG, xpuris GmbH und Zanardi Fond S.p.A.

Treffpunkt für alle Führungen ist der Stand EN 03 (Metal Flow Alliance World Wide) am Eingang Nord. Die Teilnahme ist für alle Besucher mit Tages- oder Dauerkarte und Aussteller kostenlos.

Einzelkämpfer auf der METEC

Bei einer leicht romantisierten Betrachtung lässt sich die METEC nicht nur als das Branchentreffen der Industrie ansehen, sondern auch als großes Familientreffen. In diesem Sinne trifft man sowohl altbekannten Gesichter wie auch hierzulande eher selten anwesende Akteure. In den Hallen 3, 4 und 5 haben wir explizit elf Aussteller entdeckt, die als einzige Vertreter ihres Heimatlandes auf der METEC 2019 vertreten sind.

Messestand der SIJ D.D. Slovenian Steel Group aus Slowenien (Halle 5 / G15)

AMI aus Mexiko

Der Einzelkämpfer Mexikos zur METEC kommt aus Monterrey Nuevo Leon und heißt AMI International. Das Unternehmen ist auf Automatisierungs- und Steuerungslösungen spezialisiert und bezeichnet sich als „führend in der Entwicklung der Automatisierungstechnik für Elektrolichtbogenöfen“. Wer AMI näher kennenlernen will, hat zwei Optionen: Im Rahmen der ESTAD, wo das Unternehmen am heutigen Tag gleich mit drei Vorträgen präsent ist, oder an Stand G20 in Halle 4. Dort stehen verschiedene Automationslösungen wie DigitARC PX3 und AMI SmartFurnace im Mittelpunkt.

 

Brasilien und Iran

In der Subkategorie der „Anlagen und Einrichtungen zur Roheisenerzeugung“ tummeln sich zur METEC insgesamt 52 Unternehmen. Die Top 3 der Teilnehmerländer stellen Deutschland (17), China (10) und Italien (7), die auch sonst recht kräftig vertreten sind. Ein wahrer Einzelkämpfer ist hier die auf Schmelzreduktionsanlagen spezialisierte Tecnored Desenvolvimento Tecnológico aus Brasilien (Halle 3 / E23). Das Unternehmen ist überhaupt der einzige Vertreter aus dem größten Land Südamerikas.

 

Ebenfalls ein METEC-Solitär ist das Unternehmen Iritec Iran International Engineering aus der Islamischen Republik Iran (Halle 4 / A50). Die in Teheran ansässige Gesellschaft setzt auf Direktreduktionsanlagen und teilt sich den Stand mit dem in Düsseldorf ansässigen Hauptaussteller IRIKA Engineering & Commercial Services.

 

Und sonst noch?

In Halle 3 sind neben Tecnored aus Brasilien drei weitere Unternehmen ohne nationale Mitstreiter: JSC Moldova Steel Works aus der Republik Moldau (Produktkategorie Strukturteile aus Baustahl, Halle 3 / H32), Plasmamash aus Israel (Stranggießen, Halle 3 / H33) und Corwintec Europe aus Irland (Stranggießen sowie Wärmedämm- und feuerfeste Baustoffe, Halle 3 / D48)

 

Zu den Stahlwerksbetreibern und Produzenten von Stahl gehört Almat Asia aus Malaysia (Halle 4 / B24), während FCT Combustion aus Australien (Halle 4 / G39) auf Pelletieranlagen spezialisiert ist.

 

Die 1998 gegründete Gesellschaft Thermolith aus Griechenland (Halle 5 / B 03) gehört in die Produktkategorie der Wärmedämm- und feuerfesten Baustoffe, die SIJ D.D. Slovenian Steel Group aus Slowenien (Halle 5 / G15) in die der gewalzten Teile. Als Dienstleistungsunternehmen widmet sich Lizmontagens Thermal Technologies aus Portugal (Halle 5 / G 20) auf der METEC drei Themengebieten: thermischen Erzeugnissen, Industrieöfen und Industrieschornsteinen.

Übersicht im Messetrubel

Wer im Vorfeld ein Ticket für das internationale Messequartett GIFA, METEC, THERMPROCESS und NEWCAST (GMTN) erworben hat, ist zugleich für die messebegleitende Anwendung „GMTN Matchmaking“ registriert. Der kostenfreie Service soll es den Messeteilnehmern erleichtern, die Übersicht auf dem Gelände zu behalten und ihren Besuch effizient zu planen.

 

Gezieltes Netzwerken

Die Anwendung ist auf den Nutzer angepasst und kann so einen individuellen Besuch der Messe garantieren. Auf der Startseite sind zahlreiche Kontakte verzeichnet, die sich ebenfalls für das Matchmaking registriert haben. Neben persönlichen Informationen ist das jeweilige Unternehmen, der Standplatz sowie der Tätigkeitsbereich vermerkt. Ein komplexer Algorithmus erfasst spezifische Interessenfelder und liefert Kontaktvorschläge entsprechend des jeweiligen Bereichs. Die Suchfunktion ermöglicht zudem die Möglichkeit, bestimmte Personen oder Firmen gezielt zu finden. Anstatt die Messehallen nach neuen Kontakten zu durchstreifen, können so bereits im Vorfeld Termine vereinbart und das berufliche Netzwerk erweitern werden.

 

Kluger Wegweiser

Selbst erfahrenen Besuchern der Messe Düsseldorf fällt es hin und wieder schwer, sich auf dem über 300 000 Quadratmetern großen Gelände zurechtzufinden. Deswegen umfasst die Matchmaking-Anwendung eine interaktive Karte inklusive der 12 Hallen plus dem Außenbereich. Dort sind darüber hinaus alle Firmenstände inklusive Logo verzeichnet. So ist die App bei der Orientierungshilfe während des gesamten Besuchs behilflich.

 

Im Vorfeld und auf der Messe selbst ist die Anwendung im vollen Funktionsumfang mobil verfügbar. Die entsprechende App steht im Google Play Store und im iOs App Store zum kostenlosen Download bereit. Eine Registrierung ist möglich unter www.shop.messe-duesseldorf.de.

Drei Messetipps zum Thema Messen in Halle 3

Sikora: Messen, ohne zu zerstören

Sikora ist ein Hersteller und weltweiter Lieferant fortschrittlicher Messtechnik für die Metall-, Rohr- und Schlauch-, Draht- und Kabel-, Glasfaser- und Kunststoffindustrien. Auf der METEC veranschaulicht das Unternehmen in Halle 3 an Stand A58 ein breites Angebot an innovativen Systemen zur zerstörungsfreien Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung von Metallrohren, -bändern und -blechen.  Konkretes Beispiel: Das berührungslose Messsystem Planowave 6000 M, das für die zerstörungsfreie Dickenmessung von Brammen, Metallbändern und -blechen eingesetzt wird. Es bietet eine präzise Dickenmessung unabhängig von Material, Temperatur und Oberfläche des Produkts.

 

IBA: Mess- und Automatisierungslösungen

Der Spezialist für Mess- und Automatisierungstechnik Iba (Halle 3 / A64) präsentiert auf der METEC sein umfangreiches Produktportfolio. Die Prozessoptimierungslösungen ibaCapture und ibaPDA zeichnen Video- und Messdaten zeitsynchron auf, um Schwachstellen im Prozess zu erkennen. Mit ibaPDA-PLC-Xplorer können Ursachen für Prozessstörungen bestimmt werden. Darüber hinaus können Besucher die Cloud-Lösung ibaDaVis, die Schwingungs- und Prozessanalysesoftware ibaInSpectre und die Spannungsüberwachung ibaPQU-S live erleben.

 

NDC Technologies: Messlösungen für Präzision und Leistung

 

NDC Technologies, ein Anbieter von Präzisionsmess- und Regelungslösungen, zeigt in Halle 3 an Stand E26 die neuesten Messtechniken zur genauen Messung der Länge und Geschwindigkeit von sich bewegenden Produkten und der auf Metalloberflächen aufgebrachten Beschichtungen.

 

Das neue berührungslose Messgerät Beta LaserMike LaserSpeed Pro misst die Länge und Geschwindigkeit jeder sich bewegenden Oberfläche mit einer Genauigkeit von +/- 0,03 %. Nach eigenen Angaben der branchenweit beste Wert. Zudem ist das Gerät mit weitreichenden Fähigkeiten in Bezug auf Ethernet-Konnektivität, Kommunikation und Steuerung in Einklang mit der Industrie 4.0 ausgestattet. Die Messgeräte IG710e und SR710e Near Infrared wurden für ein breites Spektrum an Metallbeschichtungsprozessen entwickelt und messen effektiv eine Vielzahl von Beschichtungen auf Metallspulen in Echtzeit.

Weltneuheit auf der GIFA

Die Messen der „Bright World of Metals“ schaffen Platz für Innovationen. In diesem Jahr dürfen die Besucher der GIFA eine Weltneuheit bestaunen, die vor allen Dingen der Automobilindustrie zukünftig die Produktion erleichtern soll.

In den Hallen der diesjährigen GIFA nimmt ein wahrer Riese Platz: Die Firma Druckguss Service Deutschland (DSD) präsentiert ihre neu entwickelte Druckgießmaschine DuoCast 90. Die Weltneuheit sollte den Messebesuchern direkt ins Auge fallen – schließlich ist der 50-Tonner mit 9,30 m Länge und 6 m Höhe nur schwer zu übersehen.

 

Druckgießmaschine DuoCast 90

Druckgießmaschine DuoCast 90 von DSD

 

Vorteile für Autoindustrie

Allerdings gelten diese Dimensionen nicht als Alleinstellungsmerkmal der Maschine. Stattdessen sei es die spezielle Serienanordnung von zwei Druckgussformen in einer Schließeinheit in Kombination mit einem vertikalen Gießaggregat. Letzteres sei weltweit einmalig, seien doch normalerweise Horizontalmaschinen der Standard in der Druckgussindustrie. „Doch gerade durch die vertikale Anordnung lässt sich das flüssige und 700 Grad heiße Aluminium von oben einschießen, wodurch zwei Formen gleichzeitig gefüllt werden können“, erklärt André Dylong, Geschäftsführer der DSD aus Lübeck, die Effektivität der Konstruktion. Vorteile habe die Entwicklung vor allem in der Produktion von Gehäusen für Elektromotoren und vielen anderen Einzelteilen in der Automobilindustrie.

 

Trendthema eMobility

Die Präsentation der neuen Druckgießmaschine lässt sich mit dem zentralen Trendthema auf den vier Leitmessen GIFA, METEC, THERMPROCESS und NEWCAST in Düsseldorf verbinden. Im Fokus stehen in diesem Jahr nämlich E-Mobility und die daraus resultierenden Potenziale für die internationale Gießerei- und Metallurgieindustrie. Auch die Druckgussindustrie ist von diesem Wandel betroffen und vor die Herausforderung neuer Produktionsparameter gestellt.

 

Wie die DuoCast 90 in vollem Betrieb aussieht, erfahren die Besucher der GIFA auf dem Stand von Druckguss Service Deutschland (E60) in Halle 11.

Hochkarätige Fachkonferenzen parallel zur Bright World of Metals

Parallel zum Messequartett rund um GIFA und METEC findet auch ein hochkarätiges Rahmenprogramm mit Kongressen, Symposien und Vortragsreihen statt. Ganz vorne dabei in der Bedeutung: die mittlerweile vierte Auflage der European Steel Technology and Application Days (ESTAD) als der Branchentreff zum hochqualifizierten Austausch über Erzeugung, Verarbeitung und Anwendung von Stahl. Los ging es schon gestern Abend mit dem Get-together.

 

Heute laufen von 10 Uhr bis 12.50 Uhr zuerst die Opening und dann die Plenary Sessions, bei denen inhaltlich die großen Eckpfeiler abgesteckt werden. So sprechen beispielsweise Vertreter vom Stahlinstitut VDEh über die politischen Rahmenbedingungen und die Roadmap zur Dekarbonisierung. Ansonsten berichten Vertreter aus Forschung und Industrie über Trends bei der CO2-Minderung bzw. in der Stahl- und Prozessentwicklung. Ab 14 Uhr geht es dann in die noch stärker fachlich orientierten Technical Sessions, die Mittwoch und Donnerstag zwischen 9 und 18 Uhr stattfinden.

 

Ansonsten finden auch die Experten der NE-Metallurgie während der Bright World of Metals ihr Forum, um sich auszutauschen. Konkret: auf der European Metallurgical Conference (EMC), die bereits einen Tag vor der ESTAD begonnen hat – heute ist also schon der zweite Tag. Bei den Plenary Lectures spricht u. a. Dr. Maurits van Camp von Umicore über eine „Welt im Wandel“ und streift dabei E-Mobility ebenso wie die Metallindustrie. Ansonsten werden ab 11 Uhr verschiedene Technical Paper vorgestellt.

 

Darüber hinaus finden sich über den Tag verteilt interessante Vorträge an einzelnen Ständen. Bei ASK Chemicals (Halle 12, Stand A 22) geht es ab 12 Uhr um Umwelt- und Arbeitsschutz, Effizienz und innovative Lösungen im Bereich 3D-Druck; „Die Casting Cell in OPC UA Format“ (Open Platform Communication Unified Architecture) ist ab 14 Uhr das Thema beim Fachverband VDMA Metallurgy (10 / B 60) und bei der Podiumsdiskussion der Forschungsgemeinschaft Industrieofenbau (9 / D 74) geht es um die „Pariser Klimaziele 2050: Heißes Eisen – Kühle Köpfe“.

Küttner: Lösungen für Kokereien

Das Unternehmen Küttner ist ein Aussteller auf der diesjährigen METEC (Halle 4 / C28) in Düsseldorf und bietet Lösungen für Kokereien, um Kohle und Koks zu transportieren, zu waschen, zu sortieren sowie Koksöfen zu betreiben.

Um Kokereien mit Kohle zu versorgen werden verschiedene Konfigurationen angeboten, die auch Kohlemahlanlagen und Beschickungsvorrichtungen für Kohletürme abdecken. Solche Layouts werden von Küttner geplant und umgesetzt. Die Schwestergesellschaft HuDe GmbH konzentriert sich speziell auf den effizienten und umweltfreundlichen Betrieb von Koksofenanlagen. Hochmoderne Schubstößel, Kokskohle, Kokstransportvorrichtungen und Abschreckwagen erleichtern den Betrieb und stabilisieren gleichzeitig den gesamten Prozess.

Der grüne Koks wird in Fraktionen gesiebt, um einen störungsfreien Betrieb des Hochofens zu gewährleisten. Dafür bietet Küttner einen technischen Prozess: Außerhalb des Hochofens erfolgt die Kokszerkleinerung in einem den Siebeinrichtungen vorgelagerten Brechturm. Hier soll der Koks an kontrollierten Kanten brechen, die Feinanteile herausgefiltert werden und so das Eindringen in den Hochofen verhindert werden. Küttner liefert die komplette Siebanlage inklusive Zerkleinerungsturm, Übergabevorrichtungen, Probenahmegeräte sowie Entstaubungsanlagen für Aggregate. (kuettner.com)

„Metals4you“ bietet maßgeschneiderte Exkursion zur „Bright World of Metals“

Das Nachwuchsprogramm, anlässlich der Messe für die Gießerei- und Metallurgiebranchen, „Metals4you“ richtet sich speziell an Schüler und Studienempfänger. Das Programm wurde in enger Kooperation mit den Trägerverbänden der „Bright World of Metals“, dem Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie, dem Industrieverband Gießereichemie, dem Stahlinstitut VDEh und dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA entwickelt. „Deutsche Unternehmen suchen teilweise händeringend Nachwuchskräfte“, so Gerrit Nawracala, Deputy Director Global Portfolio Metals & Flow Technologies. Die Metallugie und Gießerei-Industrie sei dabei keine Ausnahme und daher könnte die Messe dabei helfen die Attraktivität der Industrie zu vermitteln.

Die Tour über die Messe ist in drei Interessensgruppen aufgeteilt. Die „Berufsbildungstour“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler ohne besondere Vorkenntnisse, die dennoch grundlegendes Interesse an Technik mitbringen. Die „Highlight-Tour“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die bereits technische Vorkenntnisse und ein allgemeines Berufsinteresse entwickelt haben. Die „Thementouren“ sind speziell für Nachwuchskräfte ausgelegt, die Erfahrungen aus dem technischen Bereich mitbringen.